Schilling tritt als CDU-Bürgermeister-Kandidat in GHC an

PR Team, 02.12.2014

Schilling tritt als CDU-Bürgermeister-Kandidat in GHC an

„Ja, ich bin bereit dazu!“

Im Schacht Barbara wurde Enrico Schilling von der CDU-Mitgliederversammlung einstimmig zum Bürgermeisterkandidaten gekürt. Foto: Alexander Baumbach

aktualisiert am 29.11.2014 um 17:13:44

Schilling tritt als CDU-Bürgermeister-Kandidat in Gräfenhainichen an

Förderung des Mittelstandes, Seenlandschaft als Zukunftschance Gräfenhainichen (wg).

„Nur wenn wir miteinander und gemeinsam für unsere Stadt und unsere Heimat arbeiten, werden wir erfolgreich sein“, erklärt Enrico Schilling auf der CDU-Mitgliedervollversammlung im Schacht Barbara. In geheimer Wahl wurde der 35-jährige Tornauer mit 100 Prozent zum Bürgermeister-Kandidaten gekürt. Die Interessen der Menschen in der Kernstadt und in den Ortsteilen wolle er gleichrangig vertreten. „Als zum 1. Januar 2011 die Einheitsgemeinde Gräfenhainichen gebildet wurde und die Dörfer der damaligen Verwaltungsgemeinschaft Ortsteile wurden, war das für alle Beteiligten kein einfacher Schritt“, sagt Schilling. Der Tornauer hat sich der Verantwortung gleich doppelt gestellt – als Ortsbürgermeister und als Vorsitzender des Stadtrates. Als Einheitsgemeinde habe man schmerzliche Entscheidungen treffen müssen. Das Ziel, alle vier Grundschulstandorte zu erhalten, indem man den mutigen Schritt gewagt habe, die Einzugsbereiche komplett aufzugeben, sei gescheitert. „Wir haben damit nur Zeit gewinnen können“, so Schilling. „Die Schließung der Grundschule Möhlau gehört zu meinen schmerzhaftesten Erfahrungen, das bevorstehende Ende der Grundschule Schköna tut mir genauso weh.“ Diese Schließungen seien deshalb schmerzhaft, weil die Grundschule auch ein Zentrum der Identität sei und wesentlich zur „örtlichen Verwurzelung“ beitrage. Ob Feuerwehr, Vereine oder Nachbarschaft – engagierte Menschen, die beherzt zupackten, seien das größte Potenzial der Stadt. Sie gelte es mitzunehmen auf den Weg in die Zukunft, damit die Stadt mit all ihren Ortsteilen attraktiver werde – attraktiver zum Wohnen, Arbeiten und Leben. Attraktivität bedeute auch, dass es sich lohne, in Gräfenhainichen seine Ideen zu verwirklichen, sich als Unternehmer anzusiedeln und neue Wege zu gehen. Aufgabe des Bürgermeisters sei es, dafür die notwendigen Voraussetzungen zu schaffen, Unterstützung zu geben. Große Hoffnungen setze er in die neue Verwaltungsstruktur, die 2015 sukzessive umgesetzt werden und zu effizienteren, leistungsfähigeren Strukturen führen soll. Besonders am Herzen liege ihm die Entwicklung der Touristinformation zu einem leistungsfähigen Stadtmarketing. „Stadtmarketing beinhaltet die ganzheitliche Vermarktung Gräfenhainichens mit allen Potenzialen“, betont Schilling. Eine Vernetzung mit Wirtschafts- und Sozialpartnern sei ihm dabei genauso wichtig wie die Zusammenarbeit mit Landkreis und Wirtschaftsförderungs-Gesellschaften. Eine freundliche und einladende Stadt lebe von Unternehmen, Geschäften und Gastfreundlichkeit. Priorität habe deshalb die Förderung von Mittelstand, Handwerk und Gewerbe. In der Region habe sich eine einzigartige Seenlandschaft entwickelt, die in vielen Bereichen aber immer noch dem Bergbaurecht unterliege. „Es ist nur eine Frage der Zeit, bis sich das ändert, und dann müssen wir auch als Stadt vorbereitet sein, alles auf den Weg zu bringen, um diese Seenlandschaft zu gestalten und zu erschließen“, erklärt Schilling.  Dazu könne das Konzept herangezogen werden, das vor einigen Jahren für die Bewerbung zur Landesgartenschau erstellt worden sei. Für eine lebens- und liebenswerte Heimat sei es wichtig, öffentliche Einrichtungen wie Kindergärten, Schulen, Sportstätten, Dorfgemeinschaftshäuser, Bibliotheken und Heimatstuben zu erhalten und zukunftsfest zu machen.  „Wir sind als Stadt nur dann gut gerüstet, wenn es sch lohnt, hier zu leben, eine Familie zu gründen und alt zu werden“, sagt Schilling. Dazu bedürfe es einer bedarfsgerechten und flexiblen Kinderbetreuung, die bestehenden Kitas, Grundschulen und Freizeitmöglichkeiten müssten ausgebaut werden. Zur Stärkung der Wohnqualität müsse gezielt in den Wohnungsbestand investiert und auf Barrierefreiheit geachtet werden.

Zur Person Schilling, Jahrgang 1979, machte sein Abitur am Bad Dübener Schweitzer-Gynasium und absolvierte anschließend eine Ausbildung zum Groß- und Außenhandelskaufmann. Danach leitete er die Importabteilung eines Unternehmens und gründete 2005 eine eigene Firma, die er bis heute erfolgreich betreibt. 2004 wurde er zum ehrenamtlichen Bürgermeister von Tornau gewählt, der jüngste Sachsen-Anhalts. Seit 2007 ist Schilling Mitglied des Kreistages, von 2008 bis 2013 war er Vorsitzender der CDU-Fraktion. Seit dem 1. Januar 2011 ist er auch Mitglied des Gräfenhainicher Stadtrates und dessen Vorsitzender. Schilling ist seit acht Jahren Vorstandsmitglied im Verein Dübener Heide und wurde jüngst für weitere vier Jahre wiedergewählt. Seit einer Woche darf sich Schilling auch „Grünkohlkönig“ nennen, dazu gekürt wurde er von der Mittelstandsbereinigung (MIT) Gräfenhainichen.

Info: In seiner Sitzung am 2. Dezember entscheidet der Stadtrat über den Termin für die Bürgermeisterwahl. Vorgeschlagen ist der 12. April, für die Stichwahl der 26. April 2015.


Quelle:SuperSonntag