Spiele vom WE in der MZ - jetzt mit KOL

PR Team, 08.12.2014

Spiele vom WE in der MZ - jetzt mit KOL

Klieken trotz Patzer Herbstmeister

FUßBALL-LANDESKLASSE Gröbern gleicht im Endspurt 0:2-Rückstand noch aus.

WITTENBERG/MZ/BEB- Ein Remis gegen Gröbern reichte Klieken vor 47 Zuschauern, um sich die Herbstmeisterschaft vor Sandersdorf II zu sichern. Im Tabellenkeller hängen weiterhin Gröbern, Rodleben und Abtsdorf fest. Reppichau schickte Köthen mit einer 0:3-Niederlage auf die Heimreise. Nico Deistler (12.) erzielte das erste Tor und auch das letzte zum 3:0-Endstand (80.). Norman Walla traf zum 2:0 (58.). Das 1:1 zwischen Friedersdorf und Trebitz half keiner der beiden Mannschaften so richtig, um sich nach unten hin etwas Luft zu verschaffen. Die Tore erzielten Christian Grunert (20.) für Friedersdorf und Norman Henschel (45.) für die Gäste. Die Klieken und Gröbern trennten sich 2:2. Dank einer starken Abwehrarbeit vor allem im ersten Abschnitt konnten die Gäste zahlreiche Torchancen des Spitzenreiters entschärfen, ohne dabei jedoch selbst erfolgreich zu sein. Die Tore fielen deshalb erst nach dem Pausentee durch Tim Schölzel (64.) und Mathias Niesar (67.). Dass Gröbern dann doch nicht mit leeren Händen die Heimreise antreten musste, dafür sorgte schließlich Marc Stockmann mit seinem Doppelpack in der 70. und 89. Minute. Der Ausgleich fiel durch einen Elfmeter. Reichte Abtsdorf scheinbar die Kraft, um bei Lok Dessau in der ersten Halbzeit kein Gegentor zu kassieren, kam das Unheil dann doch noch in der zweiten Halbzeit. Zuerst sorgte Dessaus Mario Bohmeyer (61., 66. FE) mit seinen zwei Toren für kollektive Niedergeschlagenheit, dann besiegelten Daniel Baßin (80. FE) und Christian Würpel (90.) endgültig mit dem 4:0 die zehnte Saisonniederlage des Wittenberger Kreismeisters. Bis zur 85. Minute sollte für Rodleben die Hoffnung auf eine Punkteteilung in Kemberg Bestand haben. Doch dann sorgte Moritz Hillebrand mit seinem Doppelpack innerhalb von vier Zeigerumdrehungen für den 2:0-Heimsieg der Kemberger. Der VfB Gräfenhainichen tat sich auch gegen den dritten Aufsteiger in Folge in der eigenen Chancenverwertung schwer und kam so über ein 2:2 gegen Roitzsch nicht hinaus. Daniel Richter (23.) sorgte für die Gräfenhainichener Führung, während sein Mitspieler Steve Schaller (44.) danach den Ball unglücklicherweise bei einer missglückten Abwehraktion zum Ausgleich ins eigene Tor lenkte. Marcel Sporbert(63.) brachte die Gäste sogar in Führung. Patrick Klatte (76.) konnte jedoch mit seinem Treffer die nun drohende VfB-Niederlage verhindern. Pratau kassierte mit dem 0:3 bei Sandersdorf II die fünfte Auswärtsniederlage. Jörg Marose (19.) legte den Grundstein, Richard Borstel (48.) und Denny Fischer (85.) vollendeten die Pratauer Niederlage. Mit einem klaren 4:0 gegen Mosigkau trug die Piesteritzer Reserve ihren Teil zur vorweihnachtlichen Stimmung im Volkspark bei. Daniel Gallin (56.) und Michael Müller mit seinem lupenreinen Hattrick nach Toren in der 61., 74. und 90. Minute waren die Wegbereiter.

Zwei Mannschaften mit jeweils 31 Punkten an der Spitze der Landesklasse Staffel fünf - das war nicht unbedingt zu erwarten. Doch weil Spitzenreiter Blau-Weiß Klieken sich vom HSV Gröbern zwei Punkte abtrotzen ließ und Union Sandersdorf II sich zu Hause schadlos hielt, ist die Konstellation nun sehr spannend.

Klieken sah gegen Gröbern nach 67 Minuten schon wie der sichere Sieger aus, nachdem Tim Schölzel (64.) und Mathias Niesar (67.) getroffen hatten. Doch ein Doppelpack von Marc Stockmann stellte die Partie auf den Kopf. Erst traf er zum Anschluss (1:2, 70.), kurz vor dem Spielende behielt er vom Elfmeterpunkt die Nerven.

Sandersdorfs Reserve hatte gegen Blau-Rot Pratau keine Probleme, gewann durch Treffer von Jörg Marose (18.), Richard Borstel (48.) und Denny Fischer mit 3:0.

 

Fußball-Landesklasse Reppichau gewinnt deutlich gegen Germania

Von Marcus Bräuer

Die SG Reppichau dominiert einen erschreckend schwachen CFC Germania und gewinnt deutlich. Görzig trennt sich in Halle Remis. Die Mannschaft von Trainer Jens Pabst verlor zum dritten Mal in Folge und rutschte auf Platz sieben.

Reppichau/MZ. 

Der Schlusspfiff ging fast unter. Die Spieler wirkten für einen kurzen Augenblick irritiert. Dann schüttelten sie sich die Hände, klopften sich auf die Schultern und führten das eine oder andere Gespräch. Kein Jubel, keine Gesten des Triumphes. Verhaltene Emotionen.

Das Derby zwischen der SG Reppichau und dem CFC Germania 03 war so einseitig verlaufen, dass emotionale Ausbrüche auch nicht nötig waren. Die SGR gewann mit 3:0. Aus den vergangenen drei Spielen hat die Elf von Trainer Sven Schreiter sieben Punkte geholt. Der freie Fall ist nicht nur gestoppt, Reppichau hat sich im oberen Tabellendrittel festgesetzt.

SGR in allen Belangen besser

Ganz anders der CFC. Die Mannschaft von Trainer Jens Pabst verlor zum dritten Mal in Folge und rutschte auf Platz sieben. Die Form, die Köthen gegen Reppichau an den Tag legte, war genauso bedenklich, wie jene in den letzten Wochen.

Aber es würde die Leistung der Gastgeber schmälern, das 3:0 nur auf die Schwäche des Gegners zu schieben. Reppichau war präsenter, handlungsschneller, im Angriff gefährlicher und in der Abwehr abgeklärter. Sprich, in allen Belangen besser als der CFC. „Diese Ausstrahlung, die wir heute hatten, wünsche ich mir jede Woche“, sagte ein zufriedener Trainer Schreiter. Er hatte seine Mannschaft aufgrund der Sperren von Christian Seiche und Stefan Krug im Sturm umbauen müssen. Neben Tobias Gallasch versuchte sich Nico Deistler in der vordersten Linie. „Eigentlich fühle ich mich vorne nicht so wohl, das wissen auch alle“, sagte Deistler. Dafür machte er seine Sache aber sehr gut - er schoss zwei Tore.

Deistler musste seinen Abschluss aber zunächst justieren. In der achten und elften Minute vergab er zwei gute Möglichkeiten. In der zwölften Minute klappte es aber dann. „Es war ein herrlicher Pass von Wlodde (Torsten Wlodarski, Anm. d. Red.)“, beschrieb Deistler die Szene. Der Ball kam von rechts, er musste nur noch den Fuß hinhalten.

Christian Schulze liegt nach Deistlers Führungstor am Boden. Der Köthener Torwart war bei allen drei Gegentoren chancenlos.  (BILD: Hartmut Bösener)

Der SGR-Stürmer stand sträflich frei. Die CFC-Abwehr, die aufgrund der Ausfälle von Enrico Röder und Thomas Paetzold umgebaut werden musste, stand schlecht. Florian Hoffmann fiel zu Beginn nur durch haarsträubende Stellungsfehler auf. „Ich muss das besser machen. So kommt Unruhe rein“, sagte er selbstkritisch. Aber es war natürlich nicht nur Hoffmann, der weit hinter seinen Möglichkeiten blieb. „So wie wir gespielt haben, kann man kein Derby bestreiten“, ging Köthens Trainer Jens Pabst hart mit seiner Mannschaft ins Gericht: „Wir wollen immer alles schön machen, anstatt uns auf die einfachen Sachen zu konzentrieren.“

Pauly trifft Aluminium

Torgefahr strahlten die Gäste selten aus. In Hälfte eins brauchte es einen Fehler von Florian Keil, damit Marcel Pauly SGR-Keeper Jens Kaulitzki prüfen konnte (15.). Im zweiten Durchgang traf Pauly Aluminium. Zu diesem Zeitpunkt führte Reppichau bereits 2:0. Norman Walla war für den angeschlagenen Tobias Gallasch in der 56. Minute eingewechselt worden - und erzielte zwei Minuten später das 2:0.

Den Schlusspunkt setzte aber Nico Deistler. Nach einem langen Zuspiel hob er den Ball erst über einen CFC-Spieler und traf dann flach ins Tor (3:0, 80.). „Was ist denn heute los?“, rief Deistler ungläubig grinsend seinen jubelnden Mitspielern zu. Eigentlich hasse er solche Aktionen. Er macht es sonst lieber direkt und geradlinig. Gegen indisponierte Köthener war zum Schluss aber etwas für die Galerie möglich. Schön für die SGR, bedenklich für den CFC.

 

Ein rabenschwarzer Samstag

LANDESLIGA Annaburg und Elster verlieren jeweils 1:3 in Zorbau und in Dölau.

VON ULF ROSTALSKY

WITTENBERG/MZ- Keine Punkte, keine Klasse und am Ende zwei gesperrte Spieler: Es war ein rabenschwarzer Tag für die Wittenberger Fußball-Landesligisten. Weder Eintracht Elster noch Grün-Weiß Annaburg waren in der Lage, die Hinrunde mit einem Erfolgserlebnis abzuschließen.

Bei den Aufsteigern aus Annaburg ist das nicht einmal so erstaunlich. Die von Co-Trainer Wolfgang Schuck betreuten Grün-Weißen erhielten kurz vor dem Spiel die Nachricht, dass mit Marc und Marvin Richter zwei Leistungsträger nicht zur Verfügung stehen würden. "Da war die Ordnung erst einmal dahin", stellt Schuck fest.

Was der Trainer ebenso beobachtet hat, ist der fehlende Biss und die Cleverness der Annaburger. Die würden in entscheidenden Situationen einfach zu brav agieren. "Der Gegner hat drei, vier Chancen und nutzt sie fast alle. Wir stehen mit leeren Händen da." In Zorbau rächte sich das bitter. Zwar konnten die Grün-Weißen in den ersten Minuten noch gut mithalten. Dann passierte es jedoch. Zweimal setzten die Gastgeber ein denkbar einfaches Rezept um. Sie spielten schnörkellos durch die Mitte. "Wir haben einfach geträumt", ist der Coach Realist. Maximilian Schnelle und Alexander Palme brachten die Zorbauer mit ihren Treffern in der 23. und 27. Minute mit 2:0 in Führung. Die Gastgeber blieben auch danach die spielbestimmende Mannschaft. Dass Torschütze Schnelle wegen Meckerns in der 36. Minute von Schiedsrichter Jens Rosenbaum in die Kabine geschickt wurde, tat der Dominanz keinen Abbruch.

Die Annaburger waren nie dran am Ausgleich und mussten in der 56. Minute sogar das 0:3 hinnehmen. Florian Schumann ließ Grün-Weiß-Schlussmann Kevin Ziebell keine Chance. Ergebniskosmetik betrieb schließlich noch Philipp Grundmann, der in der 60. Minute aus 18 Metern das 1:3 erzielte. Annaburg war geschlagen und schwächte sich selbst. Nach Foulspiel sah Tobias Unger die Rote Karte. Wie lange er pausieren muss, ist offen.

Die Stimmung in Elster ist kaum anders als in Annaburg. "Die Niederlage war abzusehen. Die Mannschaft ist die letzten drei Spiele immer schlechter geworden", macht Eintracht-Trainer Thomas Szczegula seinem Herzen Luft. "Wir werden die Zügel anziehen beim Training. Das haben sich die Spieler selbst eingebrockt", schiebt er hinterher.

Der Coach ist sauer angesichts der 1:3-Pleite beim Tabellenkellerkind Dölau. "So geht es einfach nicht. Die Spieler haben offensichtlich gedacht, dass das Spiel ein Selbstläufer wird."

Von zwingendem Offensivspiel war nichts zu sehen. Dölau und Elster zeigten eine Halbzeit lang ein völlig zerfahrenes Spiel. Dass Laszlo Lango in der 60. Minute mit seinem 13. Saisontor die Führung für die Eintracht erzielte, war nicht mehr als eine schöne Momentaufnahme. Elster verfiel in alte Muster. Zweimal war Tom Drosihn nach Eckball zur Stelle. Die Treffer in der 63. und 71. Minute kippten das Spiel. Die Eintracht konnte nicht mehr nachlegen. Typisch für das Spiel: Marcus Finke taucht frei im Fünfmeterraum auf und trifft Lango, der auf der Dölauer Torlinie steht. Den 3:1-Erfolg für die Gastgeber machte schließlich Marcel Merkel kurz vor dem Abpfiff per Elfmeter perfekt. Zsolt Weigerding hatte seinen Gegenspieler im Strafraum gehalten.

Auch Elster muss nächste Woche auf einen Leistungsträger verzichten. Nach wiederholtem Foulspiel sah Jens Puhlmann Gelb-Rot.

Annaburg: Ziebell, Uhlitzsch, Clemens, Kuchenbecker, Lutzmann, Klöpping, Unger, Bruce (Klassen), Grundmann, März (79. Lehmann), SchmidtElster: Juhasz, Röder, Weigerding, Witt, Rosenberger, Finke, Stephan (Schultz), Lango, Puhlmann, Smetak, Thauer (70. Gärtner)

AUSBLICK

Chance auf Wiedergutmachung

Am Sonnabendsteht das erste Spiel der Rückrunde auf dem Programm. Elster kann zu Hause gegen Schlusslicht Stedten die Niederlage in Dölau vergessen machen. Mit Stedten hat die Eintracht noch eine Rechnung offen. Das Unentschieden im Hinspiel war der Auftakt für einen mehr als holprigen Start in die Saison.

Annaburgist in Weißenfels gefordert. Das Spiel ist richtungsweisend. Verlieren die Grün-Weißen, besteht die Gefahr, dass sie auf einem Abstiegsplatz überwintern.

 

Vereinsrekord eingestellt

FUSSBALL Piesteritz siegt in Schönebeck 9:0 und beendet eine "sensationelle Runde".

VON MICHAEL HÜBNER

PIESTERITZ/MZ- Der FC Grün-Weiß Piesteritz hat in der Fußball-Verbandsliga die Partie beim Schönebecker SC deutlich mit 9:0 gewonnen. Die Treffer markierten Jeffrey Neumann (3), Dennis Marschlich (2), Kevin Jersak, Frank Lehmann, Markus Jahnke und Philipp Schlüter. Damit wird ein Vereinsrekord in der sechsten Liga eingestellt. Laut Internetportal Fussball.de datiert der bisher höchste Erfolg der Piesteritzer vom 4. Juni 2005. Damals wird laut den offiziellen Angaben 9:0 beim VfB/Imo Merseburg gewonnen. Es gibt aber noch einen höheren Sieg in der 95-jährigen Geschichte des Piesteritzer Fußballs. Doch das ist fast fünf Jahrzehnte her. "12:1 gegen Möhlau", erinnert sich FC-Urgestein Ingo Mattheuer.

Und auch FC-Trainer Uwe Ferl vermeldet noch einen Bestwert für den FC in der Verbandsliga: 34 Punkte in einer Hinrunde. "Das ist für mich eine Sensation", sagt der FC-Trainer. Sein Team hat sich durch den Patzer von Preussen Magdeburg - 0:0 in Bitterfeld - noch auf Rang zwei verbessert. Damit sind die Piesteritzer inoffizieller Vize-Herbstmeister.

Irritationen in Grün-Weiß

Und so strahlen nach dem Abpfiff die Gesichter der Piesteritzer. Markus Jahnke, der sich einen Platz in der Anfangself erkämpft hat und das Vertrauen der Verantwortlichen mit einem Treffer rechtfertigt, läuft auf die grün-weißen Transparente zu. "Du bis hier falsch. Abgeklatscht wird weiter hinten", lästert ein Anhänger - beide Teams haben die gleichen Vereinsfarben - der Schönebecker. Im Mittelpunkt "beim Schaulaufen" steht aber Dennis Marschlich. Der junge Mann hat für den FC zum ersten Mal in einem Punktspiel getroffen - und das gleich doppelt. Besonders der erste Treffer ist sehenswert. Im Duell Mann gegen Mann gegen Keeper Lucas Schulz lässt der 20-Jährige dem Schlussmann nicht den Hauch einer Abwehrchance. "Ich bin eben ein gelernter Stürmer. Ich habe zuerst geschaut, was der Torwart macht und dann abgedrückt. Beim zweiten Tor musste ich nach ausgezeichneter Vorarbeit nur noch die Innenseite hinhalten", sagt der Angreifer, der als letzter Kicker den Platz in Richtung Kabine verlässt. "Viel Negatives", heißt es auf der Piesteritzer Homepage, "dürfte selbst die MZ heute nicht erkennen bei Grün-Weiß". Und das ist ein großer Irrtum - zumindest Ferl ist nicht rundum glücklich. "Über die ersten 20 Minuten und mit dem Start in die zweite Hälfte war ich nicht zufrieden, richtig verärgert", sagt der Übungsleiter.

Tatsächlich beginnt die Partie beim abgeschlagenen Tabellenletzten vor 38 Zuschauern und Sonnenschein aus Sicht der Gäste überraschend. Die Platzherren spielen mutig nach vorn und haben sogar die erste echte Chance.

Dagegen sorgt bei den Piesteritzern in den ersten Minuten nur Jeffrey Neumann für echte Torgefahr. Und bei einem Konter kann er auch den Keeper mit einem Heber gekonnt bezwingen. Doch das Schiedsrichterkollektiv um Karsten Fettback (Stendal) entscheidet korrekterweise auf Abseits (3. Minute). Bei der nächsten Aktion versucht der Torjäger, in bester Situation noch abzuspielen. Die Aktion misslingt gründlich (5.) Und schließlich scheitert der 23-Jährige am Torwart Schulz (25.), der wenig später nicht ganz so glücklich aussieht. Der 17-Jährige muss sich nach einem tückischen Aufsetzerball geschlagen geben. Kevin Jersak hat mit einem strammen Schuss von der Strafraumgrenze den Bann gebrochen (28.). Danach kann sich der junge Keeper wieder auszeichnen. Mit einer Glanztat entschärft er einen Freistoß von Oliver Hinkelmann (29.). Doch schon beim nächsten Standard ist er chancenlos. Philipp Schlüter verwertet eine Neumann-Ecke per Kopf perfekt (31.). Neumann selbst sorgt für den 3:0-Pausenstand (39). "Wir sind spielerisch und läuferisch klar besser", so Mattheuer, der auf die schwierigen Bodenverhältnisse auf dem Nebenplatz verweist. Ferl spricht von "einem Acker" und "schmalem Handtuch".

Trefferflut nach Strohfeuer

Und mit den komplizierten Bedingungen kommen nach dem Wiederanpfiff erneut die Gastgeber besser zurecht. Robert Soethe schießt aber in aussichtsreicher Position knapp über den Kasten (50.). Das Strohfeuer erlischt indes durch das 4:0 von Neumann (56.). Jetzt schwindet die Gegenwehr. 60 Sekunden später erhöht Frank Lehmann (57.). Jahnke trifft zum 6:0 (67.). Neumann macht seinen Dreierpack und das 7:0 perfekt (7:0). Und schließlich sorgt der eingewechselte Marschlich mit seinem Doppelschlag für den 9:0-Endstand (73., 80.).

Die Schönebecker stemmen sich gegen ein zweistelliges Resultat und verfehlen das Tagesziel trotzdem knapp. Sie wollten unbedingt ein Tor erzielen. "Die Piesteritzer hatten einen starken Torwart", sagt Coach Christian Kehr. Das Lob gebührt Alexander Glaser, der tatsächlich mit einer Glanzparade den verdienten Ehrentreffer den Gastgebern verweigert. Und Tim Körnig kratzt bei seinem Comeback nach seiner Verletzung einen Ball von Marcel Zieke für seinen schon geschlagenen Keeper noch von der Linie. "Wir werden uns von Spiel zu Spiel ein bisschen verbessern", kündigt Coach Kehr an, der gegen Piesteritz neun junge Kicker aufbot. Davon waren sieben sogar unter 20 Jahren.

"Ich habe größten Respekt vor der Leistung der Schönebecker und vor allem vor dem Engagement meines Kollegen. Das ist aller Ehren wert", so Ferl.

Piesteritz: Glaser; Schlüter, Töpfer (59. Marschlich), Wojciechowski (65. Steiner), Redlich, Neumann, Jersak, Lehmann, Jahnke, Pfeifer (46. Körnig), Hinkelmann.

VORSCHAU

Stadt Oschersleben sperrt den Platz

Die Stadt Oscherslebenhat für ihre Sportanlage eine Sperre ausgesprochen. Der Platz sei unbespielbar, hieß es am späten Freitagabend. Die geplante Partie gegen Dessau 05 in der Fußballverbandsliga wurde abgesagt. Am Sonnabend sollen nun die Piesteritzer im Jahnstadion zum Auftakt der Rückrunde hier ab 13 Uhr antreten. Dabei besteht die Chance, durch einen Erfolg den Rückstand auf den Herbstmeister Barleben auf einen Punkt zu verkürzen. Der Aufsteiger hat seine Partie in Stendal (2:0) bereits ausgetragen.

 

Jessen sichert sich Herbstmeistertitel

KREISOBERLIGA Verfolger Möhlau hat aber nur einen Punkt Rückstand.

VON WERNER MICHAELIS

WITTENBERG/MZ- In den Fußball-Kreisoberligen der Fachverbände Wittenberg und Anhalt sind die Entscheidungen im Kampf um den Herbstmeistertitel gefallen.

Fachverband Wittenberg

Gerald Neiße wehrt die Glückwünsche ab. "Von einer Herbstmeisterschaft kann man sich nichts kaufen", sagt der Jessener Trainer, "aber ich bin stolz auf meine Mannschaft." Durch einen 3:0-Erfolg über Nudersdorf wurde der Punkt Vorsprung gegenüber Möhlau - 4:1-Sieger bei Annaburg II - verteidigt. "Wir haben das Spiel erst in der zweiten Halbzeit dominiert", sagt Neiße, der an seinen Torwart René Böhme ein Extra-Lob verteilt. "Der Keeper hat in der ersten Halbzeit einige gute Chancen der Nudersdorfer vereitelt", so der Übungsleiter. Und so konnten die Gastgeber vor 60 Zuschauern mit einer 1:0-Führung - Torschütze Christoph Danneberg (32. Minute) - in die Kabine gehen. Nach dem Seitenwechsel sorgten Daniel Scheuer (61.) und Hendryk Sachse für die Entscheidung und den 3:0-Endstand. Die Überraschung des Tages fabrizierte am vergangenen Wochenende Seegrehna. Durch die 1:3-Heimniederlage gegen Pretzsch riss der Sichtkontakt zum führenden Duo ab. Die Heim-Elf konnte den besten Stürmer der Kreisoberliga nicht ausschalten. Michael Stier erzielte alle drei Pretzscher Treffer (41., 64., 90.). Das zwischenzeitliche Anschlusstor zum 1:2 markierte vor 50 Zuschauern Ronny Kohn (73.).

Fachverband Anhalt

Am letzten Hinrundenspieltag konnte sich Ligakrösus Germania Roßlau ungeschlagen die inoffizielle Herbstmeisterschaft sichern. Da der Gegner SG Jeber-Bergfrieden/Serno mit nur neun Spielern im Elbesportpark angereist war und sich ab der 49. Minute nur noch sieben Gäste-Kicker auf dem Spielfeld befanden, wurde die Partie - aufgrund sportlicher Überlegenheit - beim Stande von 8:0 abgebrochen. Begünstigt wurde die Herbstmeisterschaft der Roßlauer dadurch, dass Verfolger Abus Dessau bei der SG Waldersee/Vockerode ohne Punktgewinn die Heimreise antreten musste. Es war ein typischen 0:0-Match. In der 74. Minute erzielte Stefan Georgi das 1:0 für die Truppe von Trainer Uwe Wilke. "Ein Konter und der hat gesessen. Ansonsten war nicht viel los", erklärte Wilke. Die SG Oranienbaum-Wörlitz befindet sich nach der 1:2-Niederlage bei der Zweiten vom SV Dessau 05 weiter auf Tabellentalfahrt. Nachdem die Barock- und Parkstädter, nach einem Treffer von Mohamed Touré in der 24. Minute mit 1:0 in Führung lagen, gelang es den 05ern nach der Pause, die Partie zu drehen. "Wir haben es ganz einfach versäumt nachzulegen. Chancen dazu gab es genug", grummelte SG-Coach Andreas Wolf.

Nach Toren von Christian Howe (2) und Danny Wanzek siegte Blau-Rot Coswig beim Schlusslicht TSV Mosigkau II mit 3:0 und ist nun wieder Tabellendritter. "Es war kein schönes Spiel, aber ein hochverdienter Sieg", resümierte Coswigs Übungsleiter René Gommert.

Alle Ergebnisse - Kreisoberliga Anhalt:Lok Dessau II - Mildensee 1:2, Waldersee/Vockerode - Abus Dessau 1:0, Steutz/Leps - FSG Vorfläming 3:0, Dessau 05 II - Oranienbaum-Wörlitz 2:1, Roßlau - Jeber-Bergfrieden/Serno 8:0, Walternienburg/Güterglück - Dessauer SV 97, 2:2 Mosigkau II - Coswig 0:3;, Vorwärts Dessau - Kochstedt 0:2

Kreisoberliga Wittenberg:Elster II - Einheit Wittenberg 5:1, Zschornewitz/Muldenstein - Linda 12:1, Seegrehna - Pretzsch 1:3, Abtsdorf II - Zahna 0:3, Jessen - Nudersdorf 3:0, Annaburg II - Möhlau 1:4, Reinsdorf - Wartenburg 3.1, Rackith/Dabrun - Bad Schmiedeberg 2:0


Quelle:MZ