VfB-Verteidiger Stefan Luderer gewinnt beim Anhalt-Cup Torhü
PR Team, 05.01.2015
Notfall wird Glücksfall
TURNIER VfB-Verteidiger Stefan Luderer gewinnt beim Anhalt-Cup Torhüterwertung.
VON WERNER MICHAELIS
DESSAU-ROSSLAU/MZ- Der Anhalt-Cup ist seit Montagabend Geschichte. Bevor Präsident Detlef Barth (Fachverband Fußball Anhalt) dem Kapitän des SV Dessau 05, Frank Wallach, den Siegerpokal überreichte, hatte Friedrich Fromm vom TSV Mosigkau (sechs Treffer) bereits die Torjägerkanone in den Händen. Die zweite Einzelehrung galt dem besten Torhüter. Als Stefan Luderer vom VfB Gräfenhainichen genannt wurde, gab es von den etwa 100 Zuschauern viel Beifall.
Problem ist schnell gelöst
Der Tabellendritte aus der Landesklasse, Staffel fünf, war ohne Torhüter in die Roßlauer Elbe-Rossel-Halle angereist. Die beiden etatmäßigen Keeper, Chris Liebers und Max Burmeister, standen aus privaten Gründen nicht zur Verfügung. Allerdings war das für den VfB kein Problem. Für den Fall der Fälle hatten sie noch ein As im Ärmel, und das war Abwehrspieler Stefan Luderer. Obwohl die Gräfenhainichener nur den vierten Platz belegten, hatten sie mit dem Verteidiger einen Mann zwischen den Pfosten, der sein Handwerk verstand und die Zuschauer mit guten Paraden beeindruckte. "So neu war das für mich dann doch nicht", erklärte der 27-jährige Blondschopf und fügte bescheiden hinzu: "Beim Nachwuchs in Bad Düben habe ich als Torhüter das ein oder andere Mal ausgeholfen. Deswegen weiß ich auch, wie man einen Ball festhält". Publikum und Trainer waren sich zudem einig, dass der VfB neben Verbandsligist SV Dessau 05 den attraktivsten Hallenfußball an diesem Abend zeigte. Nach der 0:2-Niederlage im Eröffnungsmatch gegen den SV Dessau 05 folgten drei Siege am Stück. Ein Remis im letzten Spiel gegen den TSV Mosigkau hätte eventuell sogar zum Gewinn der Silbermedaille gereicht. Allerdings ging die entscheidende Partie gegen die Mosigkauer 1:2 verloren. Aufgrund der schlechteren Tordifferenz gegenüber dem Liga-Konkurrenten Lok Dessau verpasste die Truppe von Trainer Wolfgang Kunkel den Sprung auf das Podest. "Der hohe Sieg von Lok Dessau über Roßlau im letzten Spiel hat dann gereicht, um uns vom Treppchen zu stoßen", meinte Trainer Wolfgang Kunkel, der Chefcoach René Wiesegart (Urlaub) bei diesem Fußball-Turnier vertrat. "Wir haben uns hier sehr gut präsentiert. Ich bin zufrieden mit den Jungs." Auch die VfB-Führungsspieler Daniel Richter (drei Tore) und Marc Diederichs (vier) waren von der Teamleistung positiv überrascht und meinten nach der Siegerehrung unisono: "Wir haben uns im Turnierverlauf gesteigert. Mit ein wenig Glück war mehr drin als Platz vier."
Roßlau springt in Bresche
Einen kleinen Wermutstropfen hatte dieser Anhalt-Cup 2014 auch noch zu bieten. Chemie Rodleben gehörte noch 24 Stunden vor Turnierbeginn zum Starterfeld. Nach dem Hallenturnier am Sonnabend bei Blau-Weiß Klieken (die MZ berichtete), das der Gastgeber gewann, dezimierte sich der Spielerkader des Landesklassenvertreters berufs- und verletzungsbedingt derartig, "dass eine sportlich angemessene Teilnahme leider nicht mehr möglich war". Dies erklärte Rodlebens Fußballabteilungsleiter Steffen Kleesen.
Anschließend glühte das Funktelefon bei FSA-Vizepräsident Mario Pinkert. Dieser fand nach der Absage der Rodlebener Chemie-Fußballer mit dem Kreisoberliga-Spitzenreiter Germania Roßlau schnell adäquaten Ersatz. "Die Roßlauer sagten nach dem Anruf sofort zu. Darüber haben wir uns riesig gefreut", erklärte der Spielausschussvorsitzende des Kreisfachverbandes Anhalt.
ERGEBNISÜBERBLICK
Verbandsligist bleibt ohne Niederlage
Sechs Mannschaftenwaren am Montag beim Anhalt-Cup in der Roßlauer Elbe-Rossel-Halle am Start. Den Siegerpokal schnappte sich Dessau 05 (13 Punkte). Auf den Plätzen folgten TSV Mosigkau (10), Lok Dessau (9), VfB Gräfenhainichen (9), SG Reppichau (3), und Germania Roßlau (0).Hier die einzelnenErgebnisse im Überblick: Dessau 05 - VfB Gräfenhainichen 2:0, Lok Dessau - SG Reppichau 2:1, TSV Mosigkau - Germania Roßlau 4:1, Dessau 05 - Lok Dessau 3:2, Germania Roßlau - VfB Gräfenhainichen 1:3, SG Reppichau - TSV Mosigkau 1:4, Dessau 05 - Germania Roßlau 4:2, TSV Mosigkau - Lok Dessau 1:2, VfB Gräfenhainichen - SG Reppichau 2:1, TSV Mosigkau - Dessau 05 1:1, SG Reppichau - Germania Roßlau 5:1, Lok Dessau - VfB Gräfenhainichen 1:4, SG Reppichau - Dessau 05 1:2, VfB Gräfenhainichen - Mosigkau 1:2, Germania Roßlau - Lok Dessau 0:6WMI
"Ich weiß schon, wie man einen Ball festhält."
Stefan Luderer
VfB Gräfenhainichen
Quelle:MZ
