Nachträglicher Spielbericht aus Gegners Sicht Friedersdorf

Daniel Richter, 30.07.2009

SV Friedersdorf 1920 vs VfL Gräfenhainichen 1:4 (0:2)

 

Nach Rot-Weiß Kemberg war der VfL Gräfenhainichen der zweite etablierte Testspielgegner aus der Landesklasse für den SV Friedersdorf. Gräfenhainichen hat den Aufstieg in der letzten Saison nur knapp verpasst und präsentierte sich in Friedersdorf als Kontrahent eines anderen Formats im Vergleich zu Vorwärts Dessau. Zunächst startete der SVF wie gewohnt im Vorwärtsgang in das Spiel. Bei Ronny Telles Ecke war Norman Walla mit aufgerückt doch sein Torversuch wurde über das Tor abgelenkt (3.). In der 15. Minute prüfte Nico Friedrich mit einem Schuss den Torhüter. Etwa 25 Minuten waren gespielt als SVF-Keeper Sebastian Rupp bei einem Distanzschuss des VfL gefordert war. Eine aussichtsreiche Torgelegenheit besaß kurz darauf auch René Mikolaizek aber sein Schuss von der Strafraumgrenze missglückte (27.). Gräfenhainichen wartete seinerseits geduldig auf weitere Möglichkeiten und diese stellten sich nach einer halben Stunde ein. Der Doppelschlag in der 33. und 36. Minute brachte den Gastgeber doch sichtlich aus dem Konzept. Eine 2-Tore-Rückstand war eine in der Vorbereitung bisher unbekannte Situation für das Friedersdorfer Team. Mit der Führung im Rücken ließ die gut organisierte Mannschaft des VfL bis zur Pause nichts mehr anbrennen.

Nachdem der Schiedsrichter die Begegnung wieder angepfiffen hatte, hofften die heimischen Zuschauer natürlich auf einen schnellen Anschlusstreffer. Dieser sollte jedoch nicht gelingen, stattdessen schlug es bei einem 25-Meter-Kracher im Tor des eingewechselten Felix Meinicke ein (53.). Beim 1:3 durch Martin Janko (62.) kam noch einmal etwas Hoffnung auf, aber darauf hatte Gräfenhainichen die richtige Antwort parat. Das 1:4 (65.) beendete jegliche Aussichten dem Spiel eine Wendung geben zu können. Eine Resultatsverbesserung, um die sich der SVF jederzeit bemühte, gelang bis zum Abpfiff nicht mehr. Gegen einen cleveren Gast, der seine Torchancen zu nutzen wusste, sehr diszipliniert spielte und als kompaktes Team auftrat, fehlte den Friedersdorfern das passende Mittel. Laufwege und Passgenauigkeit besaßen nicht die Qualität der vohergehenden Spiele und aus dem Mittelfeld heraus fehlte die Struktur in den Offensivaktionen. Die Standardsituationen brachten ebenfalls nicht den gewünschten Erfolg. Nach einem harten Vorbereitungsprogramm erreichte an diesem Tag kein Spieler des SVF Normalform.


Quelle:Homepage SV Friedersdorf