Spiele vom WE in der MZ
PR Team, 30.03.2015
Elfmeterschießen rettet Titelverteidiger
FUSSBALL Piesteritz II und Annaburg erreichen nach 2014 erneut das Finale.
VON THOMAS TOMINSKI
WITTENBERG/MZ- Titelverteidiger Annaburg (Landesliga) und Piesteritz II (Landesklasse) haben am Wochenende zum zweiten Mal in Folge das Fußball-Kreispokalfinale des Fachverbandes Wittenberg erreicht. Wo und wann das Endspiel ausgetragen wird, entscheidet der Vorstand des KFV am 8. April.
Glückauf Möhlau - Piesteritz II 0:1
Glückauf-Trainer Raik Klinowsky nimmt nach dem Abpfiff seinen Torwart Robert Albrecht in Schutz. "Wochenlang hält er super. Doch ausgerechnet im Pokalhalbfinale flutscht ihm der rutschige Ball durch die Hände. Das kann einfach passieren", so der Coach, der seine Kreisoberliga-Mannschaft für den engagierten Auftritt gegen den Favoriten lobt. "Ich bin unheimlich stolz. Denn Piesteritz II hat kaum Chancen gehabt." Nach dem Führungstreffer von Dennis Marschlich (16.) setzt lediglich Kevin Redlich (70.) im zweiten Abschnitt noch ein Achtungszeichen. "Es war ein Spiel auf Augenhöhe", fügt Klinowsky an, der trotz der knappen Niederlage auch dem Kontrahenten ein Kompliment macht. "Da stimmt einfach die Mischung aus Jugend und Erfahrung. Nach dem Wechsel haben die Gäste den Vorsprung clever verteidigt", so der Trainer, der offen erzählt, dass er den Grün-Weißen (Landesklasse) im Pokalfinale die Daumen drückt. Die einzig gute Möglichkeit, für Möhlau den Ausgleichstreffer zum 1:1 erzielen, hat Michael Kruschwitz (69.). Knapp 150 Zuschauer haben im Glückauf-Stadion das Match verfolgt.
Kemberg - Annaburg 6:7 n. E.
Titelverteidiger Grün-Weiß Annaburg (Landesliga) ist gestern Nachmittag mit einem 7:6-Sieg im Elfmeterschießen über Gastgeber SV Rot-Weiß Kemberg in das Finale eingezogen. Nach Ablauf der regulären Spielzeit steht es 1:1, nach 120 Minuten 2:2. Der Held der Strafstoßschießens ist der Annaburger Torwart Kevin Ziebell, der die Elfmeter von Michal Fiala, Hannes Peeck und André Apitzsch pariert. Zuvor halten seine Teamkollegen Marc Richter (42.) und Dosseh Bruce (103.) den Landesligisten auf Kurs. Für die Hausherren treffen Moritz Hillebrand (20.) sowie Michal Fiala (100.) vom Elfmeterpunkt. "Ich bin glücklich und erschöpft zugleich", meint Gäste-Coach Uwe Rohlik und fügt an, das beide Mannschaften im strömenden Regen um jeden Ball gekämpft haben. "Das ging schon bis an die Grenze des Erlaubten", sagt er. Trotz aller Freude um den erneuten Einzug in das Endspiel erklärt Rohlik, dass er mit seiner Mannschaft eigentlich anspruchsvolleren Fußball zeigen will. Die Gäste müssen ab der 38. Minute in Unterzahl spielen. Florian Kuchenbecker sieht nach einem Foul von Schiedsrichter Falko Szuppa die Rote Karte. "Die war berechtigt", sagt Rohlik.Kreispokal Reserve-Mannschaften:SG Grün-Weiß Pretzsch II - VfB Gräfenhainichen II 0:5, SV Einheit Wittenberg II - Rot Weiß Kemberg II 6:7 nach Elfmeterschießen
FUSSBALL
Friedersdorf bestätigt Aufwärtstrend
WITTENBERG/MZ/BEB- Die Tabelle in der Fußball-Landesklasse, Staffel fünf, ist nicht mehr in Schieflage. Denn die zwei noch offenen Nachholspiele gingen über die Bühne. Der SV Friedersdorf ist nach seinem 3:2-Erfolg über den ESV Lok Dessau wieder zurück im Kreis der Medaillenkandidaten. Zu Beginn der Saison als Aufstiegsfavorit gehandelt, stürzte das Team in eine sportliche Krise und "verbrauchte" zudem zwei Trainer. Unter der Regie von René Mikolaizek ging es wieder steil bergauf. Die Tore gegen die Lok erzielten Dalibor Janjic (28., Foulelfmeter) und Anton Philipp (55., 71.). Insgesamt war es eine Partie auf Augenhöhe. Dessau blieb durch Benjamin Schulz (37., Foulelfmeter) sowie Marcel Lorch (66.) stets dran. "Am Ende war es dennoch ein verdienter Sieg für uns, da wir trotz immenser Personalsorgen die bessere Mannschaft hatten", schätzt Fußball-Abteilungsleiter Heiko Rupp ein.
Germania Köthen hat das Sonntagsspiel gegen den TSV Mosigkau 5:0 gewonnen. Die Gastgeber erwischten einen Start nach Maß. Thomas Paetzold (2., 7.) schoss seine Elf sofort in Richtung Siegerstraße. Teamkollege Matthias Janda (32., 40.) legte noch vor dem Wechsel per Doppelpack nach. Im zweiten Abschnitt nahmen die Bachstädter das Tempo aus der Begegnung. Fünf Minuten vor dem Abpfiff krönte Janda seine gute Tagesleistung mit dem Endstand. Insgesamt war es bis auf die fünf Tore kein schönes Spiel. Nach den ersten beiden Gegentreffer kam der TSV nie richtig in Schwung und setzte kaum Achtungszeichen.
Quelle:MZ
