ESV Lok Dessau setzt gesperrten Spieler ein
PR Team, 21.04.2015
Fußball-Landesklasse ESV Lok Dessau setzt gesperrten Spieler ein
Von Werner Michaelis
In der Fußball-Landesklasse sorgt der Einsatz eines gelbgesperrten Spielers im Derby zwischen Lok Dessau und dem TSV Mosigkau für Diskussionen.
Viel Wirbel gab es am vergangenen Sonntagnachmittag nach dem Match in der Fußball-Landesklasse Staffel fünf zwischen dem ESV Lok Dessau und dem TSV Mosigkau: Lok gewann das Derby zwar mit 1:0 - dieser Sieg könnte allerdings von kurzer Dauer sein. Nach jetzigem Kenntnisstand wird der Erfolg vom Sportgericht des Fußball Verbandes Sachsen-Anhalt (FSA) gestrichen. Voraussichtlich werden dem sportlich unterlegenen TSV Mosigkau am grünen Tisch drei Punkte zugesprochen. Was ist passiert?
Vor dem Spiel war das DFB-Netzwerk zusammengebrochen. Dort sind sämtliche Gelb- und Rot-belasteten Kicker exakt aufgeführt. Hat ein Spieler fünf Gelbe Karten auf dem Konto, ist er automatisch für eine Partie gesperrt und im DFB-Net mit einem Schloss gekennzeichnet. Das konnte der ESV Lok am Sonntagnachmittag aufgrund des Zusammenbruchs der Internetseite allerdings nicht nachprüfen.
Und so wurde in der 37. Minute - Lok führte bereits mit 1:0 - Torschütze Mario Bohmeyer verletzungsbedingt ausgewechselt. Es kam Andy Hänsch ins Spiel. Ein Fehler, wie sich später herausstellen sollte.
Hänsch hatte bereits fünf Gelbe Karten auf dem Konto und hätte nicht spielen dürfen. "Dieser Fehler geht klar auf das Konto des Lok-Betreuerstabs und des eingewechselten Spielers", sagt Dessaus Mannschaftsleiter Oliver Rönicke, "wir hätten intensiver und besser recherchieren müssen."
Schiedsrichter Tim Niemeyer fertigte nach der Partie einen Sonderbericht an. Dieser wird nun beim FSA-Sportgericht bearbeitet. "Ich denke, dass wir die Punkte los sind, so haben es bislang vergleichbare Fälle bewiesen", meint Rönicke.
Besonders brisant: Beim gegnerischen TSV Mosigkau war Trainer Jörg Dämmrich nach der sportlichen Niederlage entlassen worden. (mz)
Quelle:MZ
