Abstdorf Ziele etc. Interview mit Wiesegart(Favorit VFB GHC)

Daniel Richter, 07.08.2009

Abstdorf Ziele etc. Interview mit Wiesegart(Favorit VFB GHC)

Trainer und Torwart Wiesegart sieht den VFB Gräfenhainichen als Geheimfavorit für die kommende Saison und Platz 1. Folgend das Interview mit ihm, wo er dies darlegt:

 

 

Das große Interview mit dem neuen Trainer der Zeppeline ! Trainer Wiesegart (36) gibt Antworten zum neuen Trainerteam, zu den Neuzugängen, Saisonzielen, zur Vorbereitung, Kemberg, Piesteritz und zum Abtsdorfer Vereinsleben.

Redaktion: Nun sind Sie Trainer der Zeppeline? Wie kam das zustande? 

Teamkollege Frank Lehmann hat sich aus privaten Gründen zurück gezogen, es war kein Verrückter da, der das machen wollte. Im Ernst, FL und ich haben uns bereits in den letzten Spielzeiten die Arbeit mit dem Team geteilt.

 Redaktion: Man spricht immer vom Abtsdorfer Trainerteam, wie ist das zu verstehen? 

Ich bin mit meinem neuen Trainerteam zufrieden, den Hut habe ich zwar auf, aber ich verstehe mich als ein Teil des Ganzen. Peinelt sorgt für die Analysen und Mathias arbeitet auf dem Platz. Bisher klappt das sehr gut.

 Redaktion: Stehen Sie auch im Tor in der kommenden Saison ? Wenn Sie meinen Körper fragen, dann eher nicht. Ich werde zwischen den Pfosten stehen und mir diese Freude am Fußball erhalten. Redaktion: Was hat sich unter Ihnen geändert? 

Eigentlich nicht viel ! Ich fahre eine klare Linie, die Spieler wissen woran sie sind. Disziplin und Mannschaftsgeist ist alles!

 Redaktion: Was können Sie über die Neuzugänge sagen? 

Manager Barth hat ganze Arbeit geleistet. Bis auf Fischer hat er alle meine Wünsche erfüllt. Hoffmann ist für mich als Trainer eine Freude, ein Mann mit allem, was ein Fußballer braucht, Leidenschaft und Ehrgeiz. Er muß aber noch mehr Einfluß auf seine Mitspieler nehmen. Stephan Schlegel wollte ich bereits letzte Saison haben. Er wird sich so entwickeln, wie ich mir das vorstelle. Ladewig und Nehring sind sehr talentierte Spieler, bei gewissenhaftem Training werden sie sich stark verbessern.

 Redaktion: ... Witticke und Antal ? 

Witticke ist ein Mann mit großem Potenzial, er kann ein absoluter Leistungsträger werden. Taktisch muß er sich genau wie Antal noch erheblich steigern.

 Redaktion: Warum haben Sie Fischer nicht bekommen? 

Kein Kommentar !

 Redaktion: Wie lief die Vorbereitung? 

Zum ersten Mal seit dem ich in Abtsdorf bin, haben wir eine vernünftige Saisonvorbereitung machen können. In den Spielen gegen Thalheim, Elster und auch Gräfenhainichen war ich mit der Mannschaft einer Meinung, gegen Nudersdorf und Elster II war mir zu viel Leichtsinn und Überheblichkeit im Spiel. Herzberg, ohne Wertung, da haben wir mit einem halben A-Jugendteam gespielt. Im Vordergrund stand der Konditionsaufbau, das spielerische kommt in den nächsten Wochen.

 Redaktion: Gibt es jemanden, der herausragte? 

Ungern hebe ich jemanden hervor, aber Heiko Hoffmann ist der Trainingsfleißigste. Schaar hat sich entwickelt, leider ist er jetzt verletzt. Besonders freue ich mich, dass Arndt wieder dabei ist. Er hat aber noch einen langen Weg vor sich.

 

Redaktion: Auftaktspiel in Reppichau? Es unbequemer Gegner, der uns schlagen will. Wir werden mit aller Macht dagegen halten. Auftakt zur Saison auswärts, ein Punktgewinn sollte es schon sein. Redaktion: Wie ist das Saisonziel? 

Viele unbekannte Größen erwarten uns in der neu gestalteten Landesklasse, ich gehe bescheiden heran. Die Klasse will ich halten und möglichst einen einstelligen Tabellenplatz erreichen.

 Redaktion: Thema: Kemberg? 

Wir in Abtsdorf haben eine andere Philosophie. Mit diesen Geldmitteln, würde ich für ein Nachwuchszentrum plädieren und die Sportanlage mit einem Kunstrasen versehen lassen. Kemberg will hoch hinaus, dabei wünsche ich viel Erfolg.

 Redaktion: Wer ist Ihr Aufstiegsfavorit? 

Geld schießt noch lange keine Tore, aber das Kemberger Team ist Klasse besetzt. Man weiß aber nicht, was die Vereine der Köthener Region auf dem Kasten haben, die Reserve von Wolfen darf man keinesfalls unterschätzen. Mein Geheimtipp: Gräfenhainichen !

 Redaktion: Wie sehen Sie die Entwicklung bei Ihrem Heimatverein Piesteritz? 

Ich habe mich für das Team gefreut, Dritter in der Verbandsliga, das ist schon eine starke Leistung. Wenn die Mannschaft das in diesem Jahr bestätigen kann, dann kann es in zwei drei Jahren für den Aufstieg reichen. Ich wünsche meinem Bruder den Aufstieg, dann kann er zu uns wechseln (Wiesegart schmunzelnd).

 Redaktion: Was läuft da jetzt besser als in der Vergangenheit? 

Dazu bin ich zu weit weg. Starke Trainer sorgen immer für Erfolg - Ferl sorgt für Disziplin innerhalb der Mannschaft und Verein - das war nicht immer so in Piesteritz. Beruhigend empfand ich es, dass man kein Harakiri in Sachen Neuverpflichtungen eingegangen ist. Übrigens wünsche ich mir mal ein Testspiel.

 Redaktion: Zurück zu Abtsdorf. Was ist Ihnen noch wichtig in Ihrer Arbeit als Trainer?  

Wir haben einen sehr guten Nachwuchs, das macht uns stolz. Spieler, wie Herr, Annowski, Jahn und Zentgraf sind größtenteils Abtsdorfer Gewächse, unser Ziel ist es, diese in Zukunft in unser Team einzubauen. Wir wollen die Jugend über unsere Reservemannschaft an den Männerbereich heranführen, das gleichen Spielsystem durch alle Mannschaften anwenden.

 Redaktion: Wann ist das Vereinsheim fertig? 

Da müssen Sie Thomas Pielorz fragen, der ist der Chef. Aber zum Heimspielauftakt sind die Kabinen nutzbar, das ist gut so. Übrigens, so etwas sucht seinesgleichen, vor kurzem waren zu einem freiwilligen Arbeitseinsatz mehr als 70 Leute da. So etwas macht mich nachdenklich, weil es das heutzutage zu selten geworden ist.

 Redaktion: Möchten Sie noch etwas sagen? 

Man kann schon sagen, dass Abtsdorf in den letzten Jahren Erfolg hatte, dieser war aber nur möglich, weil sich viele in den Dienst des Vereins gestellt haben und stellen. Es sollte allen klar sein, dass so etwas auch mal anders sein kann, deshalb wünsche ich mir, dass alle im Verein das immer bedenken und man in guten und in weniger guten Zeiten zusammensteht. Mehr Respekt, Anstand und manchmal etwas mehr Dankbarkeit zwischen den Menschen würde gut tun.

 Redaktion: Danke für das offene Gespräch!

Quelle:Homepage Abstdorf