Eintracht Elster verliert in Roßlau mit 4:0

Dietmar Bebber, 14.09.2009

Eintracht Elster verliert in Roßlau mit 4:0


Dessau bezwingt im Spitzenspiel den FSV Hettstedt souverän mit 3:0


Stephan Schulze
05 jubelt über das 1:0 von Stephan Schulze. Dessau hatte Hettstedt im Spitzenspiel sicher im Griff. (FOTO: SEBASTIAN)

DESSAU-ROSSLAU/MZ/WMI/TKO. Was für ein Wochenende für die Dessau-Roßlauer Landesligisten. Dessau 05 schreibt sein Spätsommermärchen fort und lässt Hettstedt keine Chance. Germania Roßlau schafft den ersten Saisonsieg.

Dessau 05 - FSV Hettstedt 3:0

"Es macht einfach nur Spaß, in dieser Mannschaft Fußball zu spielen", freute sich der zweifache Torschütze und 05-Kapitän Stephan Schulze nach dem Sieg im Spitzenspiel gegen Hettstedt. "Der Erfolg war verdient, weil meine Jungs die taktische Marschroute strikt eingehalten, keine Torchance zugelassen und die Gäste sich durch ihre Feldverweise selbst geschwächt haben", resümierte 05-Trainer Dirk Metzker.
Die 220 Zuschauer im Schillerpark sahen eine erste Halbzeit, die zwar an die Gastgeber ging, die aber von vielen Unterbrechungen und kleinen Nickligkeiten geprägt war. Die 05er standen sehr gut in der Abwehr, ließen sich vom körperbetonten Spiel der Mansfelder nicht beeindrucken. Eric Horn (7.) und Michael Kaluza (11.) hatten Riesenchancen, ihr Team zeitig in Führung bringen zu können. Dies besorgte dann in der 27. Minute "Lepe" Schulze.
In den ersten zehn Minuten nach der Pause waren die Gäste optisch überlegen und versuchten mit aller Macht den Ausgleich zu erzielen. "Da hatten wir einen kleinen Hänger", meinte Metzker, dessen junge Truppe dann wieder das Kommando übernahm und durch Kai Lukan (69.), Sven Kaluza (73.) und Schulze (76.) gute Möglichkeiten hatte, diese aber vergab. Nach einem Konterangriff der Dessauer in der 78. Minute lief Christian Hildebrandt allein auf das Tor der Hettstedter zu und wurde von deren Keeper Markus Selent von den Beinen geholt. Es gab einen Feldverweis. Den folgenden Strafstoß verwandelte Schulze zum 2:0. Die Gäste waren danach nur noch mit neun Spielern vertreten, da Normen Aust zuvor schon wegen wiederholten Foulspiels die gelb-rote Karte gesehen hatte (70.). Den endgültigen K.o. besorgte dann Oldie Hildebrandt mit seinem Treffer zum 3:0 in der 86. Minute.
05: Melzer, P.Horn, Schulze, Herrmann, St. Heisig, S. Kaluza, M. Kaluza (87. Billing), Eschner (74. Nickels), Lukan, Hildebrandt, E. Horn (63. Bauer)

Germania Roßlau - Elster 4:0

Germania wollte den Schwung aus den letzten Pokalspielen mitnehmen. Das gelang eindrucksvoll: Roßlau feierte beim 4:0 gegen Elster den ersten Saisonsieg. Matchwinner war Stürmer Otto Möbius, der allein drei Treffer erzielte.
Roßlau hatte sofort nach vorn gespielt. In der 7. Minute hatten alle schon den Torschrei auf den Lippen: Otto Möbius konnte sich gut durchsetzen und passte zu Fatmir Muslijaj, der spielte zwei Gegner im Strafraum aus und traf dann jedoch nur den Innenpfosten. Das Pech der letzten Wochen schien nicht weichen zu wollen. Doch es kam noch schlimmer: Als Michael Schädlich in einen Zweikampf ging, verhakte er sich in den Beinen seines Gegenspielers und ging schreiend zu Boden. Er wurde sofort mit dem Verdacht auf einen Kreuzbandriss ins Krankenhaus gebracht. Für ihn kam Timo Triepel ins Spiel, im Spiel der Gastgeber wurde ein Bruch sichtbar.
In der 39. Minute aber fiel das erlösende Tor. Florian Mau brachte eine Ecke in den Strafraum, Möbius köpfte die Kugel unhaltbar in die Maschen. Und Germania legte noch vor der Pause nach. Das Tor stellte fast eine Kopie des ersten Tores dar, diesmal zirkelte Mau einen Freistoß in den Strafraum, wo wieder Möbius per Kopf traf (45.).
Die 2. Halbzeit begann etwas ruhiger. Von den harmlosen Gästen war nicht viel zu sehen. In der 74. Minute fiel die Vorentscheidung. Jersak schlug den Ball in den Eintracht-Strafraum, wo einem Abwehrspieler der Ball an die Hand sprang. Görisch verwandelte den Strafstoß gewohnt souverän. Den endgültigen Schlusspunkt setzte aber wieder Otto Möbius - mit seinem dritten Tor zum 4:0.
"Der Sieg war hochverdient, eigentlich hätten wir noch ein, zwei Treffer mehr erzielen müssen. Das Team hat sich endlich mal selbst belohnt", freute sich Roßlaus Trainer Wilke nach dem Abpfiff. Sein Gegenüber Nico Pelz sah das ähnlich. "Das Ergebnis geht schon in Ordnung. Es fehlen einfach zu viele Leute momentan, was wir nicht kompensieren können."
Roßlau: Winzer, Handrich, Berger, Fräßdorf, Keil - Schädlich (25. T. Triepel), Görisch, Jersak (76. Wlodarski), Mau - Muslijaj (66. Meiling), Möbius


Quelle:Mitteldeutsche Zeitung 14.09.09