Vorschau Punktspiele LK 5 am WE
Daniel Richter, 02.10.2009
CFC Germania geht bei Tabellenschlusslicht Abtsdorf als Favorit auf den Rasen
Nöthling trainiert Reppichau

Der CFC Germania - in weiß beim Spiel gegen Wittenberg - tritt beim Tabellenschlusslicht Abtsdorf an.
KÖTHEN/MZ. Der VfB Gröbzig tritt in Staffel 4 beim Tabellenführer aus Nietleben an. In Reppichau wird am Sonntag gespielt, und der CFC steht vor der vermeintlich leichtesten Aufgabe.
SG Reppichau - Vorwärts Dessau
Auf der Suche nach einem neuen Trainer ist Reppichau in den eigenen Reihen fündig geworden. Wie fast schon zu vermuten war, fungiert Holger Nöthling in Zukunft als Chefcoach beim Aufsteiger. Lutz Richter und Betreuer Bernd Hanke stehen dem in der Mannschaft anerkannten Nöthling zur Seite. Nachdem diese Personalie schnell geklärt wurde, kann sich die Mannschaft voll auf das Spiel am Sonntag konzentrieren. Es ist das Duell der beiden Kreisoberliga-Aufsteiger.
Vorwärts Dessau hat bislang zwei Punkte mehr auf dem Konto, aber in einer Sache gleichen sich die Saisonverläufe beider Mannschaften. Auch in Dessau musste der Trainer (Karl-Heinz Schüler) vor zwei Wochen seinen Hut nehmen. Und mit Torsten Voigt steht jetzt ebenfalls der ehemalige Co-Trainer als Nachfolger fest. Reppichau geht wie in der Vorwoche mit Personalsorgen in das Spiel. Neben den Langzeitverletzten Jens Bönecke, Marco Ecke und Dirk Lange fehlen Alexander Ganzert berufsbedingt und Imre Luckau wegen seiner Roten Karte aus dem Piesteritz-Spiel.
Graf Zepp. Abtsdorf - CFC Germania
Mit einer Serie von fünf Siegen reist Köthen zum Tabellenschlusslicht nach Abtsdorf. Auf dem Papier also eine klare Sache, der CFC geht als Favorit ins Spiel. "Natürlich möchte ich dort gewinnen, am besten zu Null", meint Trainer Peter Franczak, "aber wir werden den Gegner nicht auf die leichte Schulter nehmen." Dennoch weiß Franczak, dass sich seine Mannschaft mit einem Sieg weiter an der Tabellenspitze festsetzen kann - und muss. Denn: "Kemberg und Piesteritz II - die großen Knaller kommen erst noch." Der Köthener Trainer ist jedoch frohen Mutes, dass Germania auch gegen die Spitzenteams bestehen kann. Grund für diesen Optimismus sei die hohe Trainingsbeteiligung und der steigende Konkurrenzkampf. Peter Franczak kennt beide Seiten dieser Medaille: "Jetzt sind beinahe alle Spieler fit und viele Positionen doppelt besetzt - das bringt mehr Leistung, aber auch mehr Unzufriedenheit."
Nietlebener SV - VfB Gröbzig
Bislang trat Gröbzig zweimal in dieser Saison gegen eine hallesche Mannschaft an. Und aus den beiden Partien gegen Rotation und Buna Halle nahm der VfB jeweils drei Punkte mit nach Hause. Das könnte der Mannschaft von Manfred Günther etwas Mut geben, wenn es zum Gegner nach Nietleben geht. Die Mannschaft aus dem halleschen Stadtteil belegt derzeit den ersten Tabellenplatz. Mit nur fünf Gegentreffern wartet die beste Defensive der Liga auf den Gröbziger Angriff. Der hat mit Simon Nagel immerhin den aktuell zweitbesten Liga-Torschützen in seinen Reihen (7 Tore). Trainer Günther muss sich weiter Gedanken um die Startelf machen, da einige Spieler weiterhin fehlen oder ein Fragezeichen hinter ihrem Einsatz steht. Vergangene Woche führte die Verletztenliste des VfB dazu, dass Torwart Remo Hirschmann als Feldspieler auflaufen musste.
VfB Gräfenhainichen - SV Gölzau
VfL oder VfB - wie heißt der Gräfenhainicher Verein denn nun richtig? Die Verwirrungen um das richtige Kürzel - es ist der VfB - hängen damit zusammen, dass sich die Fußballabteilung des VfL Gräfenhainichen im vergangenen November vom Rest des Vereines trennte und seitdem als VfB an den Start geht. Nach einem erfolgreichen Start warten die Gräfenhainichener inzwischen jedoch seit vier Spielen auf einen Sieg. Für Gölzau kein Grund, den Gegner auf die leichte Schulter zu nehmen, denn der VfB hat mit Daniel Richter (7 Tore) einen der gefährlichsten Stürmer der Liga. "Wenn er über rechts kommt und auf Marcus Gerstner trifft, mache ich mir jedoch weniger Sorgen" ist SV-Trainer Uwe Hoffmann voller Vertrauen in seine Hintermannschaft. Dabei geht die Defensive ohne Mirko Strauss und Ronny Wolter ins Spiel.
Landesklasse: Das Gipfeltreffen des Spieltages findet in Kemberg statt
Wer hat am Samstag die besseren Nerven?

Ein Fußballer dribbelt mit dem Ball über den Rasen.
WITTENBERG/MZ. Bislang beschnupperten sich der Tabellenführer der Landesklasse Staffel fünf und sein Verfolger nur. Am Samstag können sich Kemberg und Piesteritz II direkt "auf den Zahn fühlen".
Rot-Weiß Kemberg FC Grün-Weiß Piesteritz II
Es ist das Gipfeltreffen des 8. Spieltages in dieser Landesklassenstaffel. Der Tabellenzweite Rot-Weiß Kemberg erwartet den Führenden aus Piesteritz. Kembergs Trainer Jiri Andrusak blickt dieser Partie mit hohen Erwartungen entgegen. Denn jetzt habe man, so der Coach, die Chance, den Ausrutscher gegen Reppichau endgültig auszumerzen und sich mit einem Erfolg auf heimischen Rasen den ersten Platz im Klassement zurückzuholen. "Dorthin wollen wir, auch wenn uns klar ist, dass unsere Gäste da etwas dagegen haben und es uns nicht leicht machen werden. Trotzdem bin ich überzeugt, dass Kemberg Samstagnachmittag wieder die Führung in der Staffel übernimmt." Personell kann Jiri Andrusak fast auf alle Kicker zurückgreifen, lediglich Petr Elias steht verletzungsbedingt nicht zur Verfügung. Und auch der Gegner vermeldet die volle Bereitschaft aller Spieler.
VfB Gräfenhainichen SV Gölzau
Der VfB empfängt mit Gölzau nicht nur einen weiteren Gast im Sportforum, sondern auch sportlich eine absolute unbekannte Größe. Zum Saisonauftakt starteten die Gölzauer mit einem torlosen Unentschieden gegen CfC Germania. Mittlerweile hat sich der Tabellensechste der Saison 2008 / 09 auch in der neuen Serie zurechtgefunden und schon drei Erfolge gefeiert. Zuletzt gab es ein knappen 1:0-Sieg gegen Abtsdorf. Gölzau läuft also nicht wie der VfB einem zwingenden Erfolgserlebnis hinterher. Dieses fordert VfB-Coach Wolfgang Goral eindringlich und nimmt seine Mannschaft in die Pflicht: "Wir müssen mit einem Sieg unbedingt den Abwärtstrend stoppen." Doch die Kadersituation hat sich nicht entspannt, und so müssen die bisher aufgelaufenen Akteure endlich den Hebel umlegen, sonst steckt man tief im Abstiegskampf.
SV Grün-Weiß Annaburg SG 1919 Trebitz
Die Ausgangslage für den Gastgeber ist alles andere beruhigend. Die Annaburger stehen derzeit auf dem ersten Abstiegsplatz. Somit ist klar, dass die Schützlinge von Trainer Bernd Müller punkten müssen, um den Weg in Richtung Mittelfeld einzuschlagen. Nur wird dies gegen Trebitz gelingen? Der Gast dürfte ebenso um Zähler bemüht sein, denn mit nur zwei Rängen Vorsprung im Klassement stehen die Trebitzer nicht wesentlich besser als ihre Gastgeber da.
Graf Zeppelin Abtsdorf CfC Germania
Wenn etwas geht, dann doch zu Hause. Oder? Die Grafen müssen jedenfalls punkten, um nicht weiter an Boden zu verlieren. Doch die Zeppeline erwarten den selbst ernannten Aufstiegsfavoriten aus Köthen. Nach anfänglichen Problemen haben sich die Germanen auf den dritten Tabellenplatz vorgeschoben, das Team besticht mit einer starken Offensive, viel mehr noch mit einer starken Defensive. Zu personellen Fragen hat sich das Abtsdorfer Trainerteam Pielorz / Horsch noch nicht weiter geäußert. Man will das Abschlusstraining am Freitag abwarten.
Blau-Rot Pratau Hellas 09 Oranienbaum
Nach dem schweren Spiel gegen Tabellenführer Piesteritz II erwarten die Pratauer am Samstag die nächste Mannschaft, die vorn in der Tabelle mitmischt. Nur ist der Gast schwer einzuschätzen. In welcher Verfassung wird sich Oranienbaum nach dem 1:8-Debakel gegen Reppichau präsentieren? Haben sie den Schock noch nicht richtig verdaut, dürfte Pratau Chancen zumindest auf ein Unentschieden haben. Es besteht aber die Gefahr, dass der Platzherr unter die Räder gerät, wenn Oranienbaum mit aller Macht auf Wiedergutmachung drängen sollte.
Einheit Wittenberg FC Grün-Weiß Wolfen II
Für die Wittenberger wird es immer brenzliger in der Tabelle. Es zählt jetzt nur noch eins, Punkte müssen her, egal wie. Wolfen, im Tabellenmittelfeld stehend, tut sich bislang auswärts schwer. Da könnte das Team von Detlef Stache die Chance auf einen Sieg haben.
(alle Spiele Sonnabend, 15 Uhr)
Weitere Ansetzungen: Sonnabend, 15 Uhr: Blau-Weiß Klieken - TSV Mosigkau; Sonntag, 14 Uhr: SG Reppichau - Vorwärts Dessau
Quelle:MZ
