Spielberichte LK

Daniel Richter, 19.10.2009

Spielberichte LK

Landesklasse: Oranienbaum macht den Kembergern das Leben schwer

Piesteritzer Reserve beherrscht eindeutig Klassement

 

 

Mosigkau gegen Piesteritz II
Mit so einer hohen Heimniederlage hatte Mosigkau (in Blau) nicht gerechnet. Auch wenn es gegen Spitzenreiter Piesteritz II zu bestehen galt.

WITTENBERG/MZ. Am neunten Spieltag hat sich im Keller etwas getan. Abtsdorf ist nicht mehr das Schlusslicht der Liga.

FC Grün-Weiß Wolfen II - Graf Zeppelin Abtsdorf 1:2

Die Liste der Ausfälle auf Seiten der Abtsdorfer war lang. Die Anfangsphase war aus Sicht der Zeppeline schwach, Wolfen erzielte die Führung (14.). Mit der Zeit festigten sich die Zeppeline. In der Pause schwor Thomas Pielorz die Truppe ein: "Bringt eure Wut auf den Platz." Was fruchtete. Bis zur 65. Minute war es eine Partie zwischen den Strafräumen, Wolfen kam nicht durch, die Gäste kurbelten wieder das Offensivspiel an. Und dann passierte es: Michael Witticke bugsierte den Ball über die Linie (71.). Jetzt schien Abtsdorf richtig aufzuwachen, Chancen häuften sich. Eine davon nutzte Heiko Hoffmann, der das Leder zur Führung einnetzte (84.). In der Tabelle hat Abtsdorf die rote Laterne nun an Einheit Wittenberg abgegeben.

TSV Mosigkau 1894 - FC Grün-Weiß Piesteritz II 1:4

Auch in Mosigkau setzten sich die Schützlinge von Trainer Dietmar Hüller durch und festigten ihre Tabellenführung. Zu verdanken war dies einer geschlossenen Mannschaftsleistung und dem beherztem Auftreten in einem kämpferischen Spiel. Tobias Keil (1:0, 13.) David Kühnast (2:1, 41.), Phillipp Scopp (3:1, 50.) und Andreas Thöner (4:1, 81.) setzten die Marken. Den Treffer für Mosigkau erzielte Robert Meißner (1:1, 35.)

SG Blau-Weiß Klieken - SV Grün-Weiß Annaburg 2:0

Das dritte Mal in Folge gingen die Annaburger nach einer spielerisch überlegenen ersten Hälfte am Ende leer aus. Nach Anfangsproblemen dominierte Grün-Weiß, größtes Manko war jedoch die Chancenverwertung. Als Klieken in der 57. Minute durch einen Strafstoß zum 1:0 kam (Sascha Rathmann), wankten die Annaburger kurzzeitig. Und vergaben prompt durch Marcus Kalich ihren Elfmeter (62.). Im folgenden Schlagabtausch verloren die Gäste auch noch Michael Zerche (Rote Karte). Dem folgte in der 72. Minute per Konter das 2:0 durch Tim Engel. Selbst danach hatten die Grün-Weißen Chancen, scheiterten aber erneut am Keeper. Mit dieser Niederlage hat sich Annaburg im Tabellenkeller festgesetzt.

Vorwärts Dessau - SV Blau-Rot Pratau 3:5

Nach verhaltenem Beginn mit leichten Vorteilen für die Gäste gingen diese durch Jörg Steiner in Führung (13.). Bereits in der 19. Minute gelang Marcel Burdack das 2:0. Von Vorwärts hatte man mehr erwartet. Doch Pratau erhöhte durch Stefan Hinkelmann sogar auf 3:0 (34.). Dessau wechselte nun den Torwart und kam durch Jeffrey Neumann zum 1:3-Pausenstand (40.). Nach dem Wechsel zeigte Vorwärts mehr Engagement. Zuerst erzielte Nico Frauendorf das 2:3 (58.), ehe erneut Jeffrey Neumann traf (3:3, 62.). Nun war alles offen, aber Pratau ging durch Mario Hörnig in Führung (70.). Jetzt hatten beide Teams Chancen, erst in der 90. Minute machte Hörnig mit dem Treffer zum 3:5 alles klar.

Hellas 09 Oranienbaum - SV Rot-Weiß Kemberg 3:4

160 Zuschauer kamen voll auf ihre Kosten. Schon nach 120 Sekunden klingelte es im Hellas-Kasten. Michal Obrtlik netzte ein. Die Platzherren reagierten jedoch nicht kopflos, sondern glichen in der 4. Minute durch René Schwarzer aus. Kembergs neuerliche Führung stellte Nico Geißler her (32.). Wenig später erhöhte Pavel Sedlacek per Kopf auf 3:1 (36.). Fünf Minuten vor der Pause verkürzte Jan Weigang. In der ersten Minute des zweiten Abschnitts fiel sogar das 3:3. Erneut war Schwarzer zur Stelle. Die Überraschung verhinderte Sedlacek. Mit etwas Glück düpierte er Mathias Klingner und Gert Herrmann. Fast von der Torauslinie auf Geißler passend, hatte der dann keine Mühe einzunetzen (63.).

SG 1919 Trebitz - SV Einheit Wittenberg 5:3

Nach der 1:0-Führung durch Enrico Franzel (9.) glich Kai Schumann gleich nach dem Wiederanstoß aus. Einheit war in der ersten Hälfte die bissigere Mannschaft. Das 1:2 gelang Tobias Noack (22.). Nach wechselvollem Verlauf war es wieder Enrico Franzel, der zum Ausgleich einköpfte (34.). Nach dem Wechsel hielten die Einheimischen konsequenter gegen. Prompt erzielte Franzel seinen dritten Treffer (47.). Andreas Meene und wiederum Enrico Franzel erhöhten bis zur 80. Minute auf 5:2. In einem abwechslungsreichen Spiel hätten beide Teams noch Tore schießen können. Aber nur Tobias Noack traf noch zum 5:3 (87.).

Germania Köthen - VfB Gräfenhainichen 3:1

Nach nur sieben Minuten gab es schon die erste Ecke und eine Minute später den ersten Torjubel. Ronny Müller versenkte ohne Mühen das Leder im Netz des VfB. Der wurde immer unsicherer, zudem häuften sich die Ballverluste. Nach der Pause kam ein weitaus energischer agierender VfB auf den Rasen. Doch wieder schlug Ronny Müller für die Germania zu (55.). Aber es sollte noch einmal Hoffnung für Gräfenhainichen aufkommen. Hannes Wagner schickte Daniel Richter los und dieser erzielte das 2:1 (80.). Die Gäste warfen alles nach vorne und waren tatsächlich dem Ausgleich näher als Köthen seinem nächsten Treffer. Doch dieser fiel. Alexander Brandt schloss einen Konter zum 3:1 ab (83.).

Weitere Ergebnisse: SV Gölzau - SG 1948 Reppichau 0:2

 

CFC baut Serie auf sieben Siege aus - Ronny Müller trifft doppelt gegen Gräfenhainichen

 

Martin Lehmann
Martin Lehmann (in Rot, am Boden) unterbindet einen Angriff des VfB.

KÖTHEN/MZ/THR. Der CFC Germania bleibt weiter in der Erfolgsspur. Der 3:1-Heimsieg gegen den VfB Gräfenhainichen war der siebte Sieg, den die Mannschaft von Trainer Peter Franczak hintereinander feiern konnte. Da Grün-Weiß Piesteritz II und Rot-Weiß Kemberg ebenfalls gewannen, änderte sich an der Tabellenspitze vorerst nichts. Kemberg schlug mit Oranienbaum immerhin den Tabellenvierten, wodurch Köthen als Dritter jetzt sechs Punkte Vorsprung hat auf den nächsten Rang.

"Der Sieg war vollkommen verdient", sagte Peter Franczak nach dem Spielschluss, "nur das Gegentor ärgert mich." Nach zuletzt vier Spielen ohne Gegentor musste Torwart Jens Kaulitzki in der 80. Minute wieder einmal hinter sich greifen. Doch seine Vorderleute sorgten mit drei Treffern dafür, dass dieses Tor durch Daniel Richter ohne Folgen blieb und lediglich einen Schönheitsfehler darstellte.

Allen voran Ronny Müller hatte mit zwei Toren einen großen Anteil am Erfolg. Der manchmal glücklos wirkende Angreifer stand am Samstag zweimal goldrichtig und besorgte bereits nach acht Minuten den Köthener Führungstreffer. Danach plätscherte das Spiel lange Zeit vor sich hin, was nicht nur am Regen lag. Eine gelbe Karte, und die für Torwart Kaulitzki, zeugten von einer Partie ohne größere Reibereien. Chancen waren Mangelware. Gräfenhainichen versuchte es aufgrund der guten Defensivarbeit des CFC mit Fernschüssen, die jedoch kein Problem für Kaulitzki darstellten. Mit einem abgefälschen Freistoß prüfte Matthias Mann den VfB-Schlussmann, der zur Stelle war und zur Ecke klärte (34.).

Auch im zweiten Durchgang erwischte der Gastgeber den besseren Start. Matthias Mann setzte sich auf der rechten Seite durch und zog in den Strafraum. Dort verpasste er mehrmals die sich bietende Einschussgelegenheit, bis ihm der Ball über den Spann zur Seite rutschte. Doch Müller erwischte den Querschläger und erhöhte auf 2:0 (55.). Wie schon im ersten Abschnitt folgte eine Weile nicht viel. Zehn Minuten vor dem Abpfiff machten es die Gäste noch einmal spannend. Hannes Wagner schickte Daniel Richter los und dieser erzielte das 2:1 (80.). Die Gäste warfen daraufhin alles nach vorne. Für Köthen boten sich Räume zum Kontern, die nicht lange ungenutzt blieben. Lars Geffert schickte Alexander Brandt in den freien Raum, der allein vor dem Schlussmann überlegt und präzise zum 3:1 abschloss (88.).

Nächste Woche wartet auf den CFC eine schwere Aufgabe im Kreisderby gegen die erstarkten Reppichauer. Die wollen die Serie des CFC beenden.

CFC: Kaulitzki, Fricke, Trybus, Liebelt, (75. Brandt), Geffert, M. Mann, Müller, Winzer (62. Bouzbouz), Th. Mann, Brückner, Lehmann.

 

Kreisoberliga-Aufsteiger gewinnt gegen ideenlose Gölzauer - Richter erzielt Doppelpack

Reppichaus Torwart Sven Wunderlich wurde nur...
Reppichaus Torwart Sven Wunderlich wurde nur selten geprüft. Gölzau wirkte vor allem in Halbzeit zwei harmlos.

WEISSANDT-GÖLZAU/MZ. Zum Schluss wurde es noch einmal hektisch in Gölzau. Die Gäste aus Reppichau riefen dem Linienrichter kurz vor Schluss mehrfach zu, dass sie wechseln wollten. Der Mann an der Linie erwiderte der Reppichauer Bank jedoch, dass der Einwechselspieler dazu erst einmal bereit stehen müsse. Während dieses kurzen Dialoges kam ein langer Ball aus der Reppichauer Hälfte genau in den Lauf von Denny Richter. Abseits oder nicht - es war eine knappe Entscheidung. Die Fahne blieb schließlich unten und Richter erzielte mit seinem zweiten Tagestreffer die Entscheidung.

Für einige Gölzauer war das Zustandekommen dieses Treffers Grund genug, sich nach Spielschluss beim Unparteiischen zu beschweren. Kapitän Robert Winkler gab wenig später jedoch zu, dass dies nicht der Grund für die 0:2-Niederlage war. "Wir haben uns kaum Chancen herausgespielt und die, die wir hatten, konnten wir nicht nutzen."

Somit ging das Kreisderby zwischen dem SV Gölzau und der SG Reppichau mit 2:0 an die Gäste. Die verschaffen sich damit endgültig etwas Luft nach unten und können als Tabellensechster selbstbewusst in das kommende Derby gegen den CFC Germania gehen. "Jetzt können wir entspannt nach vorne blicken", sagte SG-Trainer Holger Nöthling.

Pünktlich mit dem Anpfiff des Sonntagsspiels setzte leichter Regen ein, der den Gölzauer Untergrund tränkte. Das 90minütige Spiel kostete die Akteure daher viel Kraft, was sich an mehreren Unkonzentriertheiten zum Schluss verdeutlichte. Zu Beginn gelang es keiner der beiden Mannschaften, mehr Spielanteile für sich verbuchen zu können. Beide Reihen standen dicht und ließen nur wenige Angriffe zu.

Den ersten nennenswerten hatte Gölzau. Ronny Wolter bediente Marcel Osoria mit einem hohen Diagonalball. Osoria lief bis zur Grundlinie und passte, vorbei am Reppichauer Torwart, auf David Jammrath. Der brachte jedoch keinen Druck hinter den Ball, so dass ein Reppichauer Verteidiger kurz vor der Torlinie klären konnte. Auf der Gegenseite hatte Alexander Ganzert eine Chance aus spitzem Winkel, die Keeper Diego Henschel jedoch vereitelte. Das 0:1 fiel nach einem Freistoß von Ronny Fräßdorf. Der Schuss des Reppichauer Kapitäns klatschte an die Latte und von dort im hohen Bogen auf den Kopf von Denny Richter (20.). Im Gegenzug hätte Marcel Osoria den Ausgleich erzielen können, ja müssen. Vorbei an Keeper Wunderlich hatte er das leere Tor vor sich, doch erneut klärte ein Reppichauer vor der Linie.

Der zweite Durchgang begann mit einer knappen Schiedsrichterentscheidung. Imre Luckau wurde vor dem Tor gefoult und die Frage lautete, ob das Foul innerhalb des Strafraums stattfand. Schiedsrichter Ekhardt Skorsetz zeigte erst auf den Punkt, ließ sich dann jedoch von seinem Linienrichter korrigieren. Den anschließenden Freistoß schoss Fräßdorf in die Mauer. Nach 57 Minuten erzielte Reppichaus Patrick Belger das vermeintliche 2:0. Nach einem langgezogenen Freistoß kam er am langen Pfosten an den Ball und brachte das Spielgerät über die Torlinie - doch der Linienrichter hatte zu diesem Zeitpunkt bereits die Fahne gehoben. Abseits.

Gölzau wirkte im zweiten Abschnitt harmlos. Die größte Chance kam fast aus dem Nichts, als Florian List einen langen Ball mit dem Rücken zum Tor auf Florian Hoffmann ablegte. Der kam mit Anlauf aus dem Rückraum, doch seinem Schuss fehlte die Präzision. Keeper Wunderlich konnte diese Chance entschärfen. Reppichau war jedoch dem 2:0 näher als Gölzau dem Ausgleich. So auch in der Schlussphase. Patrick Belger stieß bis zur Grundlinie vor und legte den Ball ab auf Richter. Der zögerte alleinstehend zu lange und wurde schließlich geblockt (88.). Nur eine Minute später entschärfte Diego Henschel einen Schuss von Belger und klärte diesen zur Ecke. In der Nachspielzeit wurde Reppichau für seine Angriffsbemühungen mit dem zweiten Tor belohnt. Während die SG damit den sechsten Platz übernimmt, rutscht der SV Gölzau auf Rang neun. Gölzau reist nächste Woche zum SV Blau-Rot Pratau.

Gölzau: Henschel, Winkler, Gerstner, Zabel, Buchholtz, Hoffmann, Wolter, Osoria, Voigt (57. Scheller), Jammrath (76. Kis), List.

Reppichau: Wunderlich, Gerhardt, Luckau, Krökel, Deistler, Lorch, Exner (90. Krügermann), Fräßdorf, Ganzert (76. Reichert), Belger, Richter.


Quelle:MZ