Landesklasse
Daniel Richter, 23.10.2009
Landesklasse: Hüller-Schützlinge stehen Viertem Oranienbaum gegenüber - Kembergs Trainer redet Klartext
Primus erwartet taktisch perfekt eingestellten Gegner

Pratau (blaues Trikot) erwartet die Elf aus Gölzau.
WITTENBERG/MZ. Das Spitzenspiel am zehnten Spieltag der Landesklasse, Staffel fünf, heißt Piesteritz II gegen Oranienbaum. Verfolger Kemberg erwartet Neuling Vorwärts Dessau.
FC Grün-Weiß Piesteritz II - Hellas 09 Oranienbaum
Der Piesteritzer Chefcoach Dietmar Hüller ist sich sicher, dass sich Hellas-Trainer Andreas Wolf bestimmt die "eine oder andere taktische Variante" einfallen lässt, um beim Spitzenreiter nicht als Verlierer vom Platz zu gehen. Trotz dieser Gewissheit haben Hüller und seine Jungs einen Ruf zu verteidigen und wollen am Samstag Taten sprechen lassen. Der Übungsleiter konkret: "Wir wollen noch lange ganz oben stehen. Bei einem Heimspiel zählt nur ein Sieg." Die Kapitänsbinde bei den Grün-Weißen trägt Bodo Grauss, da Tobias Keil (Kreuzbandriss) bis zum Ende der Saison ausfällt. (Sonnabend, 13 Uhr)
Graf Zeppelin Abtsdorf - SG Trebitz
Das Abtsdorfer Betreuerteam Pielorz / Horsch plagen erhebliche Personalsorgen. Stammkräfte wie Staab, Wiesegart, Arndt, Hünl, Schaar und Annowski fallen nach heutigem Stand aus. Mit Trebitz (5.) kommt eine offensivstarke Truppe zu den Zeppelinen, die letzte Woche Einheit 5:3 bezwang. "Kellerkind" Abtsdorf muss eine geschlossene Teamleistung zeigen, damit überhaupt die Chance auf einen Punkt besteht.
SV Einheit Wittenberg - SG Blau-Weiß Klieken
Die Wittenberger sind momentan Besitzer der roten Laterne. Dieser Tabellenplatz ist ihnen nicht unbekannt, doch da hieß die Spielklasse noch Landesliga. Eine Etage tiefer müssen nun endlich Punkte her, um den Abstand zu den Nichtabstiegsplätzen nicht noch größer werden zu lassen. Zudem sollte das Team zeigen, dass es noch konkurrenzfähig ist. Gegen Klieken kann es nur darum gehen, den zweiten Saisonsieg einzufahren.
SV Grün-Weiß Annaburg - TSV Mosigkau
Für beide Teams sieht die Situation im Moment alles andere als rosig aus. Annaburg steht mit sechs Zählern im Tabellenkeller, der TSV (neun Punkte) stemmt sich mit beiden Beinen gegen den Absturz in diese Richtung. Für Grün-Weiß-Coach Bernd Müller ist es deshalb ein Match mit wegweisendem Charakter, das Ziel der Hausherren, die alle Mann an Deck haben, kann nur drei Punkte lauten.
SV Rot-Weiß Kemberg - Vorwärts Dessau
Jiri Andrusak ist ein Mann der klaren Worte. "Die Situation an der Spitze hat sich so entwickelt, dass wir gegen Dessau gewinnen müssen. Des Weiteren möchte die Mannschaft das Publikum wieder auf seine Seite ziehen, denn in den letzten zwei Heimbegegnungen hat Kemberg nur einen Zähler geholt." Dem Coach der Rot-Weißen stehen Piotr Elias, Florian Fischer (beide verletzt), Matthias Liebmann (Arbeit) sowie Marvin Richter (Sperre) nicht zur Verfügung.
SV Blau-Rot Pratau - SV Gölzau
Laut Prataus Coach Bodo Schulz wird die Partie gegen Gölzau ein "Match auf Augenhöhe", da beide Teams in der Tabelle nur ein Zähler trennt. "Nach 90 Minuten wollen wir den punktemäßigen Abstand zum Gegner vergrößert haben", meinte ein selbstbewusster Schulz, dem am Samstag Jens Hilmar, Stefan Jahns sowie Keeper Michael Jasinski (alle verletzt) nicht zur Verfügung stehen. "Ich muss nur aufpassen, dass die Mannschaft sich nach dem 5:3 gegen Vorwärts Dessau nicht zufrieden zurücklehnt."
VfB Gräfenhainichen - FC Grün-Weiß Wolfen II
Der VfB Gräfenhainichen bekommt am Samstag die nächste Chance, im heimischen Sportforum das Konto in Sachen Tore und Punkte aufzubessern. Alles andere kann gegen den unmittelbaren Tabellennachbarn aus Wolfen eigentlich auch nicht zählen. Bleibt zu hoffen, dass die letzte Woche gesundheitlich angeschlagen an den Start gegangenen Kicker wie zum Beispiel Störer und Stockmann wieder voll genesen sind. Zum Glück ist die Auswärtsbilanz der Fuhnestädter nicht geeignet, um ein Bewerbungsschreiben als Titelfavorit abzugeben. Noch nicht ein Sieg gelang den Grün-Weißen in dieser Serie auf fremdem Platz. Den bisher einzigen Zähler entführten sie beim SV Einheit Wittenberg (0:0).
Egal, wie unterschiedlich sich die einzelnen Bilanzen der Kontrahenten auch darstellen, weniger planbar ist der für Samstag zu erwartende Wolfener Kader. Nach nur neun Spieltagen kamen immerhin 27 Akteure zum Einsatz. Da verwundert es nicht, dass es mit Torsten Eichelbaum bisher nur ein Wolfener geschafft hat, an allen Landesklasse-Partien dieser Elf teilzunehmen. Zudem ist er mit drei Treffern auch erfolgreichster Torjäger. So wird wohl die Mannschaft als Sieger vom Platz gehen, die den besseren Tag erwischt hat. (alle Spiele Sonnabend, 15 Uhr)
Weitere Ansetzung - Sonntag, 14 Uhr: SG Reppichau - CfC Germania Köthen
BITTERFELD/MZ/DP/CK.
LANDESKLASSE
Den Sieg bereits im Visier wurde die Reserve des FC Grün-Weiß Wolfen am vergangenen Wochenende noch kurz vor der Ziellinie abgefangen und musste sich mit 1:2 geschlagen geben. Ein Erfolg beim VfL Gräfenhainichen ist am Samstag um 15 Uhr mit Blick auf die Tabelle schon fast Pflicht. Bei gleicher Punktzahl trennt beide Mannschaften die Tordifferenz voneinander.
Hält die Serie des CFC?
Reppichau fordert Köthen zum Kreisderby - Für Gröbzig wird die Luft immer dünner

Ein Fußballspieler spielt den Ball.
KÖTHEN/MZ. Auf die SG Reppichau wartet innerhalb von einer Woche das zweite Derby. Diesen Sonntag ist der CFC Germania zu Gast beim Kreisoberliga-Aufsteiger. Um diesen Titel kämpfen drei Teams eine Liga tiefer. Friedersdorf und Sandersdorf II stehen dabei vor schweren Aufgaben. Edderitz hingegen hat einen Pflichtsieg vor Augen.
Landesklasse
Die Einkaufspolitik der SG Reppichau hatte in der Sommerpause das Ziel, den Kader vor allem in der Breite zu verbessern. Statt Einzelkönner wurde das Kollektiv gestärkt. Reppichau hatte aus seinem ersten Auftritt in der Landesklasse gelernt, als die SG in der Saison 2007 / 08 auf zahlreiche Spieler der Reservemannschaft zurückgreifen musste und schließlich den Klassenerhalt verpasste.
Dieser breite Kader macht sich jetzt bezahlt. Denn trotz zahlreicher Spielerausfälle wirkte Reppichau zuletzt gefestigt. Spieler wie Marco Ecke, Dirk Lange oder Jens Bönecke fehlen der Mannschaft, doch das lässt sie sich auf dem Platz kaum anmerken. "Unsere Transferpolitik hat sich spätestens jetzt bezahlt", so Trainer Holger Nöthling. Und das will Reppichau auch am Sonntag im Derby gegen den CFC Germania demonstrieren. "Köthen geht als Favorit ins Rennen, aber wir wollen zu Hause punkten", so Nöthling.
Während Reppichau nach den letzten Erfolgen im Tabellenmittelfeld gelandet ist und etwas durchatmen kann, hat Köthen in diesem Spiel einiges zu verlieren. Da wäre zum einen die Serie von sieben gewonnenen Spielen, die den verkorksten Saisonstart des CFC vergessen lässt und das Team von Peter Franczak auf Aufstiegskurs hält. Und das ist auch das zweite, was Köthen im Derby gegen die SG verlieren kann - den Anschluss an das Spitzenduo aus Piesteritz und Kemberg. Ein Blick auf die Zahlen verdeutlicht indes, dass der CFC die beste Defensivarbeit der Liga verrichtet und Reppichau vor eine schwere Aufgabe stellen wird. Kein anderes Team kassierte weniger Gegentore als der Kreisstadtclub.
Auch der SV Gölzau zählt mit elf Gegentoren zu den besseren Abwehrreihen der Liga. Mit dem Haken, dass die Mannschaft von Uwe Hoffmann in der Offensive zu harmlos agiert. Nur Abtsdorf und Wittenberg erzielten bislang weniger Tore als die Gölzauer. Am Samstag tritt der SV bei Blau-Rot Pratau an. Es ist das letzte Spiel gegen einen Mittelfeldclub, ehe mit Kemberg, Piesteritz II und Oranienbaum drei Spitzenteams auf Gölzau warten. Ein Punktgewinn ist unter diesen Umständen wichtig.
Der VfB Gröbzig steht derzeit mit dem Rücken zur Wand. Durch die Siege von Harzgerode und Kelbra rutschte das spielfreie Team von Manfred Günther letzten Samstag auf einen Abstiegsplatz. Am Sonntag reist der VfB Richtung Halle zum VfL Seeben. Der Gastgeber konnte in dieser Saison erst ein Spiel gewinnen und liegt mit drei Punkten auf dem letzten Platz. Wenn Gröbzig auch dieses Spiel nicht gewinnt, wird es langsam aber sicher ungemütlich für den VfB.
Quelle:MZ
