Vorschau - Knaller in Gräfenhainichen
Daniel Richter, 13.11.2009
Gräfenhainichen kontra Piesteritz II sowie Kemberg gegen Annaburg heißen die Knüller
Alle Achtelfinalsieger dürfen weiter vom Endspiel träumen

Die Landesklassen-Kicker aus Gräfenhainichen (gelbe Hemden) und Kemberg erwarten am Samstag im Achtelfinale des laufenden Kreispokalwettbewerbs die Teams aus Piesteritz beziehungsweise Annaburg.
WITTENBERG/MZ. Das Achtelfinale des laufenden Fußball-Kreispokalwettbewerbs bietet den Fans des runden Leders viele spannende Begegnungen. Der Gegner von Titelverteidiger Elster wird erst im Nachholmatch Annaburg II kontra Trebitz ermittelt.
VfB Gräfenhainichen FC Grün-Weiß Piesteritz II
Wenn Gräfenhainichen im heimischen Sportforum auf die Piesteritzer Verbandsliga-Reserve trifft, ist die Favoritenrolle bereits vergeben. Denn die Grün-Weißen kommen nicht nur als unmittelbarer Ligakonkurrent, sondern auch als aktueller Spitzenreiter der Landesklasse, Staffel fünf, in die Paul-Gerhardt-Stadt. VfB-Coach Wolfgang Goral betont, dass seine Elf am Samstag die Möglichkeit besitze, sich an diesem starken Gegner wieder aufrichten zu können. Wichtig ist für ihn vor allem, dass die Gastgeber wieder als geschlossenes Team auftreten. Dann sehe er auch Chancen, gegen Piesteritz das Unmögliche möglich zu machen. Dies will seine Mannschaft, trotz der klaren Außenseiterrolle, auf alle Fälle. Goral muss auf Jan Ziegler (Studium) und den gesperrten Jens Stockmann verzichten. So wird allein auf den Schultern von Daniel Richter (bisher zehn Ligatreffer) die Hauptlast des Toreschießens liegen. Auf der Gegenseite will Grün-Weiß-Trainer Dietmar Hüller kaum auf seinen erfolgreichsten Torjäger Maik Trollmann (13) verzichten, auch wenn er auf Unterstützung aus dem Kader der "Ersten" (Landespokal-Aus gegen Wolfen) hoffen darf.
SV Rot-Weiß Kemberg SV Grün-Weiß Annaburg
Kembergs Trainer Jiri Andrusak ist ein Mann der klaren Worte. "Wir wollen in die Landesliga aufsteigen und in das Kreispokalfinale einziehen. Damit ist die Frage, ob wir in die nächste Runde einziehen möchten, bereits beantwortet." Beide Teams standen sich zum Landesklassen-Auftakt bereits gegenüber. Gastgeber Rot-Weiß, dem am Samstag Pavel Sedlacek (Sperre), Piotr Elias und Michael Geipel (beide verletzt) nicht zur Verfügung stehen, setzte sich klar 3:0 durch. Andrusak sieht dieses Duell vor allem als Generalprobe in Sachen kommender Hinrunden-Endspurt an.
PSV Wittenberg SV Blau-Rot Pratau
Der PSV und Pratau gingen in der Sommerpause verschiedene Wege. Das Team aus der Lutherstadt stieg von der Kreisober- in die Kreisliga ab, die Blau-Roten schafften den Sprung in die Landesklasse. Prataus Coach Bodo Schulz muss zwar auf die verletzten Leistungsträger Jörg Steiner, Marcel Burdack, Jens Hilmar, Mario Höse und Keeper Michael Jasinski verzichten, trotzdem sieht er seine Elf klar in der Favoritenrolle. "Alles andere als das Erreichen des Viertelfinales wäre eine Blamage."
FC Grün-Weiß Piesteritz III SV Turbine Zschornewitz
Mit Zschornewitz haben die Piesteritzer mehr als nur ein Hühnchen zu rupfen. Denn Turbine schoss die Grün-Weißen mit einem 4:1-Heimerfolg von der Tabellenspitze der Kreisoberliga. Der Piesteritzer Teammanager Kai Röther: "Die haben uns vom Feinsten vorgeführt. Morgen wollen wir Revanche und ins Viertelfinale einziehen."
SG Dabrun / Rackith SV Germania Wartenburg
Wartenburgs Coach Matthias Kleffe hat seinen Jungs nach dem achten Remis in der laufenden Kreisoberliga-Saison schmunzelnd erklärt, dass es im Pokal kein Unentschieden gibt. Für den Trainer ist dieses Derby, das in Rackith ausgetragen wird, ein ganz besonderes Match. Kleffe war selbst Übungsleiter der SG, steht am Samstag seinem früheren Co. Steffen Kühne an der Seitenlinie gegenüber und betreut zudem die Dabruner Frauen-Elf. "Mehr Derby geht eigentlich nicht. Am Abend möchte die Mannschaft beim Wartenburger Karneval natürlich richtig feiern."
VfL 96 Tornau FSV Bad Schmiedeberg
Natürlich kann ein Sieg im Kreispokal keine verloren gegangenen Ligapunkte zurückbringen. Doch die Tornauer werden im Achtelfinale gegen Rot-Weiß Bad Schmiedeberg sicher alles unternehmen, um ihre Fans für das blamable 2:5 vor drei Wochen zu entschädigen. Vor allem im kämpferischen Bereich blieb der VfL fast alles schuldig und wurde von einer engagierten Heimelf völlig beherrscht. Mit der gezeigten Einstellung, wie beim 2:1-Erfolg in Eutzsch, sollte für die 96er der Sprung in die nächste Runde möglich sein. (alle Spiele Sonnabend, 14 Uhr)
Nachholspiel zweite Hauptrunde: Sonnabend, 14 Uhr: Annaburg II - Trebitz
SG Blau-Weiß Klieken und SV Hellas 09 Oranienbaum wollen im Rennen um den Askom-Cup bleiben
Trainer besitzen klare Vorstellungen

Am Samstag im Pokal aktiv: Klieken und Oranienbaum (rechts).
WITTENBERG/MZ. Im laufenden Fußball-Kreispokalwettbewerb der Fachverbandes Anhalt um den Askom-Cup steht mit der Partie Klieken gegen Roßlau bereits das erste Halbfinale auf dem Programm. Zerbst und Oranienbaum sind erst auf dem Weg dorthin.
Blau-Weiß Klieken Germania Roßlau
Nach zwei Siegen in Folge (2:1 Abtsdorf, 4:1 Gräfenhainichen) schwebt Landesklassenvertreter Klieken derzeit ein bisschen auf Wolke sieben. Roßlau geht zwar in der Landesliga auf Punktejagd, für Blau-Weiß-Trainer Peter Fischer bietet diese Konstellation aber keinen Ansatz, den Gegner die Favoritenrolle zuzuschieben. "Es wird eine Partie auf Augenhöhe. Wir standen bereits vor drei Jahren einmal im Pokalfinale gegen Vorwärts Dessau. Morgen möchten wir erneut ins Endspiel einziehen." Persönlich freue sich Fischer auf diese Begegnung, denn beide Vereine sind seit langem freundschaftlich miteinander verbunden.
TSV Rot-Weiß Zerbst Hellas 09 Oranienbaum
Die Oranienbaumer Elf gastiert im Viertelfinale des Pokalwettbewerbs um den Askom-Cup beim aktuellen Tabellensechsten der Landesklasse, Staffel zwei. Die von Joachim Schaffer trainierten Ex-Kreisstädter standen am vergangenen Wochenende kurz davor, Spitzenreiter SV Irxleben die erste Saisonniederlage zuzufügen. Erst sieben Minuten vor dem Abpfiff gelang dem Favoriten das 2:2. Hellas wird sich auf einen Kontrahenten einstellen müssen, der - im Mittelfeld angetrieben von Holger Koppeng und Florian Sens - mit viel Tempo und Einsatz agiert, um in die nächste Runde zu gelangen. In der wartet auf den Sieger der Partie der SC Vorfläming Nedlitz. "Das Halbfinale lockt", meint Oranienbaums Chef-Coach Andreas Wolf, der einen Vergleich auf Augenhöhe erwartet. Allerdings wird er bis kurz vorm Anpfiff an der Startformation tüfteln. Zum Wochenstart plagten sich Andreas Wolfensteller, Dirk Wimmer und Marcel Weber noch mit Blessuren herum. (beide Spiele Sonnabend, 13 Uhr)
Quelle:MZ
