Am Sonntag ist Derbyzeit in Kemberg
Dietmar Bebber, 04.03.2010
Besser als mit einem Derby zwischen Rot Weiß Kemberg und dem VfB Gräfenhainichen könnte für beide Vereine wohl kaum die Rückrunde endlich beginnen. Dies hat nämlich den entscheidenden Vorteil, dass keiner der Trainer seine Mannschaft extra für dieses Spiel sensibilisieren muss. Überrascht werden kann auch keiner, zu gut kennt man sich mittlerweile. Und doch stellt für die Gäste aus Gräfenhainichen diese Partie etwas besonderes dar. Mit der damals ersten Saisonniederlage (3:1) im Hinspiel gegen Kemberg begann für den damals noch als Aufstiegskandidaten gehandelten VfB die sportliche Talfahrt. So stellt sich für den Betrachter die Frage, ob dieses Spiel für die Goral-Schützlinge vielleicht wieder zum Wendepunkt werden könnte, diesmal aber zum Positiven. Machbar wäre es, denn unmöglich scheint in dieser Staffel kaum etwas. Unter Druck stehen dennoch beide Mannschaften gleichermaßen. So müssen die Gräfenhainicher alles dafür tun, um endlich wieder den Anschluss an das sichere Mittelfeld zu bekommen. Rot Weiß hingegen lässt keinen Zweifel daran, alles zu tun um in diesem Jahr endlich den Aufstieg in trockne Tücher zu bringen. Dafür war man in der Winterpause noch einmal auf dem Transfermarkt aktiv. Zum einen, um den gesundheitlich ausfallenden Michael Geipel zu ersetzen. Zum anderen, um dem Trainer noch mehr Möglichkeiten in die Hand zu geben. So wurde von dem in der Sachsenliga spielenden Radebeuler Ballspiel-Club 1908 der Mittelfeldspieler Michal Fiala verpflichtet. Er kam dort unter dem Trainer Dixi Dörner zu neun Einsätzen, blieb aber torlos. Über weitaus mehr Stationen kann dagegen die zweite Neuverpflichtung verweisen. Die letzte Station des Routiniers Maik Hänisch vor seinem Wechsel nach Kemberg war der 1. FC Lokomotive Leipzig II. Die wohl bekannteren Stationen des Rechtsfußes waren aber wohl eher der VfB Leipzig zu Bundesligazeiten oder Dynamo Dresden. Verzichten muss Rot-Weiß Coach Jiri Andrusak auf den Rot-Gesperrten Martin Oljenik. Beim VfB hingegen wird es dagegen keine neuen Gesichter im Kader geben. Dennoch ist VfB-Coach Wolfgang Goral zuversichtlich, kann er doch seit langem wieder einmal auf den kompletten Kader zurück greifen.
Hinspiel: 30.08.2009 3:1 für Kemberg
Schiedsrichter: Frank Griebel (Dessau-Roßlau)
Die Gegner in Zahlen: Andre Apitzsch (11 Spiele/0 Tore)-Pascal Bischoff (11/0)-Petr Elias (6/0)-Michal Fiala (0/0)-Florian Fischer (7/1)-Michael Geipel (12/1)-Nico Geißler (15/16)-Sebastian Hartmann (12/0)-Maik Hänisch (0/0)-Christoph Heede (2/0)-Tobias Heede (14/3)-Stefan Kohnert (1/0)-Matthias Liebmann (11/4)-André Müller (3/1)-Michal Obrtlik (15/7)-Martin Oljenik (15/1)-Hannes Peeck (9/1)-Marvin Richter (14/1)-Pavel Sedlacek (14/11)-Matthias Smetak (13/0)-Philipp Albrecht (13/0)-Henry Reiß (2/0)-Marco Wend (1/0)
Trainer: Jiri Andrusak
