Vorschau auf den kommenden Spieltag
Daniel Richter, 19.03.2010
Landesklasse: Volkspark-Reserve plant nächsten Sieg ein - Verfolger Kemberg empfängt Pratau
Primus will sich keinen zweiten Patzer leisten

erstellt 18.03.10, 19:20h, aktualisiert 18.03.10, 20:52h Ein Fußball liegt zum Schuß bereit. (FOTO: MZ)
Vorwärts Dessau - SV Graf Zeppelin Abtsdorf
"Es kann nur ein Ziel geben. Nämlich nach Dessau zu reisen, um sich dort drei Punkte abzuholen." Abtsdorfs Manager Achim Barth macht es kurz und bündig. "Wer wie wir in der Tabelle als 13. unmittelbar vor den Abstiegsrängen steht, hat gar keine andere Alternative, als zu siegen oder mindestens ein Unentschieden zu erreichen. Wir müssen, um in der Landesklasse zu verbleiben, aus allen kommenden Partien das Maximale herausholen." Und gegen Dessau rechnen sich die Grafen gute Chancen aus. Laut Barth habe man die Muldestädter in der Vorwoche bei ihrem Auftritt in Wittenberg sehr genau beobachtet. Bis auf David Sokolischin stehen alle Spieler zur Verfügung.
SV Gölzau 1924 - SV Einheit Wittenberg
Das erfolgreich absolvierte vergangene Wochenende mit Punkt- und Pokalspiel sollte den Wittenbergern genügend Motivation gegeben haben, um auch in Gölzau an das Minimalziel, nämlich ein Unentschieden, zu denken. Doch die Tatsache, dass der Kontrahent mit einer hohen Niederlage in die Rückrunde gestartet ist, macht die Aufgabe allerdings keinesfalls einfacher. Für die Mannen um Einheit-Kapitän Robert Günther kann es deshalb nur darum gehen, sofort in die Partie zu finden und darauf zu bauen, dass die Mittelfeldakteure Ron Maffert und Philipp Mücke wieder so gut miteinander harmonieren wie in den beiden vergangenen Begegnungen.
Germania Köthen - SV Grün-Weiß Annaburg
"Wir fahren zwar als eindeutiger Außenseiter nach Köthen. Aber wir werden mit einem gewachsenen Selbstvertrauen und breiter Brust dort auflaufen und wollen einem der Spitzenteams der Liga zumindest einen Punkt wegnehmen." Karsten Hotek und sein Trainerkollege Uwe Rohlik wollen gar nicht verhehlen, dass der Annaburger Sieg in der Vorwoche allen einen Schub verpasst hat. "Sicher, der Sieg ist nur eine Grundlage auf dem Weg zum Klassenerhalt. Aber für die Moral war er enorm wichtig. Die Jungs sind bestens drauf und brennen darauf, an die vor sieben Tagen gezeigten guten Leistungen anzuknüpfen", so Hotek. Personell könnte es wieder zu einigen Einschränkungen bei Grün-Weiß kommen, erklärt der Coach. "Dies wissen wir aber erst genau nach dem heutigen Abschlusstraining."
FC Grün-Weiß - Piesteritz II SG 1948 Reppichau
Gegen den VfB Gräfenhainichen kassierte der Spitzenreiter vor einer Woche seine erste Saisonniederlage (1:2). Dies allein ist für die Schützlinge von Dietmar Hüller Grund genug, sich diesmal keine Blöße zu geben. Der Coach meint rückblickend, "dass die Mannschaft nach der Begegnung schon ziemlich geknickt war. Doch es haben alle rasch zu sich gefunden, es wurde fleißig und hart trainiert. Ich glaube, dass wir am Sonnabend unserer Rolle als Tabellenführer wieder gerecht werden." Wobei Dietmar Hüller bewusst zur Vorsicht rät. "Reppichau ist durchaus für Überraschungen gut, also leicht wird es nicht." Da aber Hüller alle Spieler zur Verfügung stehen und man Heimrecht genießt, plane man die drei möglichen Punkte fest ein. (alle Spiele Sonnabend, 15 Uhr)
FC Grün-Weiß Wolfen II - SG Blau-Weiß Kliekeny
Laut Cheftrainer Peter Fischer ist in Klieken nach dem Frühlingserwachen der große Jubel ausgebrochen, denn das letzte Punktspiel der Blau-Weißen fand am 5. Dezember statt. Der Coach lachend: "Die Jungs sind richtig heiß und scharren mit den Hufen." Gegen den Tabellenletzten Wolfen II sind drei Punkte zwar Pflicht, doch Fischer hält sich noch eine Hintertür offen: "Die Verbandsliga-Elf des FC Grün-Weiß kickt bereits am Sonnabend. Wir müssen abwarten, mit welcher Mannschaft die Reserve aufläuft." Bis auf den verletzten Florian Fischer ist das Gäste-Team komplett.
SV Rot-Weiß Kemberg - SV Blau-Rot Pratau
Der Ligazweite aus Kemberg hat durch den Strauchler von Piesteritz II in der Tabelle wieder Boden gut gemacht. Nun soll der Abstand durch einen Sieg über Pratau mindestens gleich bleiben. Doch trotz des Heimvorteiles und der Möglichkeit, beim Thema Aufstieg weiter ein ernstes Wort mitzureden, wird der Platzherr mit der nötigen Vorsicht in das Spiel gehen. Denn die Gäste unter Coach Bodo Schulz zeigen sich trotz der Vorwochenniederlage in einer insgesamt doch guten Verfassung. Nicht umsonst steht die Mannschaft aus Pratau in ihrem ersten Landesklassenjahr so weit vorn im Klassement (4.)
SV Hella 09 Oranienbaum - VfB Gräfenhainichen
Die Gastgeber dürften reichlich gewarnt sein. Denn die VfB-Schützlinge unter Trainer Wolfgang Goral werden nach dem Sieg über den Spitzenreiter hochmotiviert im Stadion am Waldhaus auflaufen. Und die Gäste haben noch einen Vorteil. Sie stehen nicht wie Hellas 09 erstmals in der Rückrunde auf dem Rasen. Daher schätzt Oranienbaums Trainer Andreas Wolf die Partie als völlig offen ein. "50:50 stehen die Chancen, auf eine Prognose für den Ausgang lege ich mich nicht fest. Doch auch wenn der VfB in einer leichten Favoritenstellung steckt, werden wir dieses Derby kämpferisch angehen. Mal schauen, was am Ende herauskommt." Wobei Andreas Wolf insgeheim schon auf mindestens einen Zähler hofft. Bis auf Jan Weigang stehen dem Gastgeber am Wochenende alle Akteure zur Verfügung. (alle Spiele Sonntag, 14 Uhr)
CFC Germania will die 0:6-Niederlage aus dem ersten Pflichtspiel vergessen machen
Nur Pluspunkte können den Fehlstart noch verhindern
VON THOMAS RINKE, 18.03.10, 20:35h, aktualisiert 18.03.10, 20:52h 
Auch Martin Lehmann (3. v. r.) konnte die 0:6-Niederlage beim bislang einzigen Spiel des CFC Germania in diesem Jahr nicht verhindern. (FOTO: THOMAS RINKE)
Bild als E-Card versenden KÖTHEN/MZ. Fünf Niederlagen und ein Sieg, über dem immer noch das Damoklesschwert des Sportgerichtes schwebt: So nüchtern sieht die bisherige Bilanz der vier Köthener Landesklasseteams im Spieljahr 2010 aus. Das kann man nicht auf die permanenten Spielverlegungen des vergangenen Monats reduzieren, den Gegnern ging es nicht anders. Damit gar nicht erst das Wort "Fehlstart" in den Mund genommen werden kann, müssen die Teams am Wochenende also nachlegen. Vor allem der CFC Germania steht dabei in der Pflicht.
Bei seinem ersten Auftritt 2010 bei der Wolfener Reserve hat sich der Kreisstadtclub bis auf die Knochen blamiert. Nach dem deutlichen 0:6 gegen den Tabellenletzten glauben nur noch die kühnsten Optimisten an den Aufstieg. Vereinspräsident Ronald Maaß will seine Hoffnungen jedoch nicht begraben, aber auch für ihn ist klar: "Noch einen Ausrutscher können wir uns nicht erlauben, sonst ist das Thema abgehakt." Die Mannschaft habe nach dem Spiel gegen Wolfen etwas gut zu machen. "Die Jungs mussten das zwei Wochen mit sich herumtragen", so Maaß, "jetzt können sie gegen Annaburg eine Trotzreaktion zeigen." Im Hinspiel präsentierte sich Grün-Weiß Annaburg jedoch gefährlich.
Auf eigenem Platz verschoss das Team erst einen Elfmeter und kassierten dann in der zweiten Halbzeit zwei Tore. Erst vor einer Woche zeigte Annaburg beim 5:1 gegen den SV Gölzau, dass die Mannschaft stärker spielen kann, als es ihre Tabellenposition (14.) vermuten lässt. Nach dem bitteren Auftritt in Annaburg stehen die Gölzauer vor dem Heimspiel gegen Einheit Wittenberg bereits unter Druck. In den letzten beiden Saisons war die Rückrunde stets das schwächere Halbjahr. Das steckt natürlich in den Köpfen der Spieler, dort muss Trainer Uwe Hoffmann ansetzen.
Eine ordentliche Leistung im Heimspiel gegen den Tabellennachbarn Einheit Wittenberg - und das Selbstvertrauen steigt. Eine Niederlage - und schon wird es ernst im Abstiegskampf. Das Hinspiel ging mit 3:2 an die Wittenberger, die als Landesliga-Absteiger am sechsten Spieltag auf dem letzten Platz standen. Nach der Verletzung von Kai Lieske wird es Samstag entscheidend sein, ob der Gölzauer Torwart zum Spielbeginn fit wird. Zwei Partien, zweimal ordentlich gespielt - zweimal verloren. Die SG Reppichau hat von den Schulterklopfern nach Spielschluss genug. Was zählt, sind Punkte. Und die fehlen bislang in der Rückrunde. Es wird beim Auswärtsspiel gegen Tabellenführer Grün-Weiß Piesteritz II schwer werden, daran etwas zu ändern.
Die Piesteritzer Reserve verlor ausgerechnet letzte Woche ihr erstes Saisonspiel beim VfB Gräfenhainichen. "Das ist für uns ein ungünstiger Umstand", meinte Holger Nöthling, "da werden sie uns trotz des Hinspiels nicht auf die leichte Schulter nehmen." Beim ersten Aufeinandertreffen war Nöthling noch nicht Chef-Trainer der SG Reppichau. Damals musste er mit ansehen, wie die bis zu diesem Spiel praktizierte Viererkette von den schnellen Gästestürmern vorgeführt wurde. Das 2:7 war das letzte Spiel unter Trainer Rüdiger Hain, danach übernahm Nöthling. Samstag ist Torwart Christian Hanke nach seiner Roten Karte gesperrt.
Die (Vor-)Harzmannschaften gehören beim VfB Gröbzig zu den unbeliebten Gegnern - nicht nur wegen der langen Fahrten bei Auswärtsspielen. Zudem ist Wacker Wallhausen Samstag in Gröbzig zu Gast. Aber diese Mannschaften, die VfB-Trainer Manfred Günther von ihrer Spielweise her in eine Schublade steckt, machen den Gröbzigern das Leben schwer. Geballte Defensive und lange Bälle nach vorne, davor graut Günther auch Samstag ab 15 Uhr.
Quelle:MZ
