Spielberichte vom WE

Daniel Richter, 19.04.2010

Spielberichte vom WE

Hüller-Truppe übernimmt wieder Spitze

 

 

 

 

Gräfenhainichen gegen Köthen
erstellt 18.04.10, 19:07h, aktualisiert 18.04.10, 21:07h Sprungkraft vom Feinsten. Angreifer Daniel Richter (links), hier beim Kopfballduell mit einem Köthener Spieler, konnte sich zwei Mal als Torschütze für den VfB Gräfenhainichen feiern lassen. (FOTO: THOMAS KLITZSCH)Bild als E-Card versenden Bild als E-Card versenden WITTENBERG/MZ. In der Fußball-Landesklasse, Staffel fünf, hat Piesteritz II wieder die Spitze übernommen, da Primus Kemberg am Wochenende nicht in den Punktekampf eingreifen konnte.

SV Rot-Weiß Kemberg Hellas Oranienbaum Absage

Oranienbaums Cheftrainer Andreas Wolf ist es trotz aller Bemühungen nicht gelungen, eine wettbewerbsfähige Mannschaft nach Kemberg zu schicken. "Wir haben derzeit viele verletzte Spieler im Kader. Als mich dann auch noch einige Kicker benachrichtigten, dass sie am Samstag auf der Arbeit gebraucht werden, mussten wir die Partie beim Staffelleiter absagen."

FC Grün-Weiß Piesteritz II TSV Mosigkau 3:2

Der Grün-Weiß-Mannschaftsleiter Burkhard Müller redete nach dem Abpfiff nicht lange um den heißen Brei herum: "Unsere Leistung war nicht besonders. Wir sind froh über die drei Punkte." Piesteritz II schien zunächst den Schock vom 0:4 gegen Kemberg schnell überwunden zu haben. Nach Flanke von Stefan Neuberg köpfte Andreas Thöner zur Führung ein (19.), zwei Minuten später erhöhte Christian Winterstein sogar auf 2:0. Doch diese Führung brachte keine Sicherheit. Im Gegenteil. Der TSV schlug durch Marcel Schöne (26.) und Martin Schmilenski (Elfmeter, 42.) zurück. Nach dem Wechsel verflachte die Begegnung. Erst eine völlig verunglückte Flanke von Dennis Kögel (75.), die hinter dem Mosigkauer Torwart im Netz einschlug, bescherte den Grün-Weißen die erhofften drei Punkte.

SV Blau-Rot Pratau Vorwärts Dessau 3:2

Im Aufeinandertreffen der beiden letztjährigen Kreismeister aus Wittenberg und Anhalt erwischten die Gäste den besseren Start und gingen durch Jeffrey Neumann (24.) in Führung. Kurz vor dem Wechsel konnte Sebastian Sommer (45.) zum 1:1 ausgleichen. Bereits 30 Sekunden nach Wiederanpfiff brachte Jörg Steiner Pratau 2:1 nach vorn, der eingewechselte Mario Hörnig (74.) schoss die Hausherren auf die Siegerstraße. Volker Schmidt (83.) machte der ASG nochmals Hoffnung.

SV Grün-Weiß Annaburg SG Blau-Weiß Klieken 0:1

Die Grün-Weißen wollten an die Erfolge der letzten Wochen anknüpfen und begannen recht schwungvoll. Allein die Chancen in der ersten Hälfte hätten gut für zwei Spiele gereicht. Florian Kuchenbecker (35., 39.) traf zweimal die Querlatte des Kliekener Gehäuses. Nach dem Wechsel wendete sich das Blatt zugunsten der Gäste. Den "goldenen Treffer" der Partie erzielte Steve Jornitz (60.).

VfB Gräfenhainichen Germania Köthen 3:2

Gräfenhainichen besiegte Köthen 3:2 und bleibt somit auch im achten Spiel nacheinander ohne Niederlage. Wer sich von den 95 zahlenden Zuschauern am Samstag bei bestem Fußballwetter etwas Zeit ließ, ins Sportforum zu kommen, hatte gleich zwei schnelle Treffer verpasst. Nach nur drei Zeigerumdrehungen konnte Daniel Richter nach wunderbarem Zuspiel schon jubelnd abdrehen. Doch diese Freude sollte nicht lange andauern, denn nach nur vier weiteren Minuten glichen die Gäste schon wieder aus. Hierbei reichte Alexander Brandt eine kleine Unaufmerksamkeit in der VfB-Abwehr. Damit war die Begegnung plötzlich wieder völlig offen. Dabei hatten die Hausherren über weite Strecken durchaus die besseren Möglichkeiten, sich erneut die Führung zurück zu erobern. So zum Beispiel, als es in der 20. Minute im Köthener Strafraum zu einem schier heillosen Durcheinander kam, jedoch keiner der Heimelf den Ball ins Tor zu bugsieren vermochte. Noch viel spektakulärer war aber die anschließende Möglichkeit, die sich einem langsam immer stärker werdenden Oliver Pannier bot. Nach einem präzise von Jens Störer in den Strafraum geschlagenen Freistoß, versuchte Pannier per Flugkopfball, das Leder im gegnerischen Gehäuse unterzubringen. Doch sein Gegenüber im Köthener Tor konnte mit einer ebenso tollen Leistung zum Leidwesen der Gräfenhainichener Anhänger genau diesen Erfolg verhindern. Die nächste Chance bot sich Pannier nur drei Minuten später, doch diesmal kam sein Schuss etwas zu überhastet. Unmittelbar vor dem Pausenpfiff hatten auch die Gäste die Möglichkeit, mit einem Tor Vorsprung in die Kabinen zu gehen. Zum Glück für die Platzherren vermochte es aber Alexander Winzer nicht, die präzise Hereingabe zu verwerten. Einmal mehr sollte es dann Richter sein, der seiner Mannschaft zum entscheidenden Vorteil verhalf. Denn Germania-Verteidiger Daniel Trybus konnte sich nur mittels Foul im eigenen Strafraum einen Vorteil gegen den schnellen Angreifer verschaffen. Die Entscheidung vom Elfmeterpunkt (58.) war die logische Konsequenz. Da Störers Schuss recht straff und zugleich präzise war, blieb dem Gäste-Schlussmann keine Chance. Aber auch Richter sollte sich nach einer sehenswerten Einzelleistung noch einmal als Torschütze (67., 3:1) feiern lassen. Doch der Drittplatzierte wollte sich nicht so einfach geschlagen geben und versuchte, den Anschlusstreffer zu erzielen. Dies sollte aber erst kurz vor dem Ende klappen, als Christian Minge nach einem Einwurf zum Endstand traf (88).

SV Einheit Wittenberg SG 1919 Trebitz 2:2

Eine sehr tief stehende Trebitzer Mannschaft ließ im eigenen Strafraum nichts anbrennen und zeigte in der 21. Minute Effektivität. Enrico Franzel hämmerte einen Freistoß aus 35 Metern direkt in die Maschen des Wittenberger Tores. Plötzlich hatten die Gäste Oberwasser und weitere Möglichkeiten. Christian Gieloff und Tommy Kurtz fehlte im Abschluss die Genauigkeit (22., 23.). Im zweiten Abschnitt feierte nach langer Verletzungspause Richard Held sein Comeback und sollte nun im Wittenberger Mittelfeld die Antreiberrolle übernehmen. Die Überlegenheit wurde jetzt noch deutlicher, aber die Trebitzer Hintermannschaft gab sich keine Blöße. In der 67. Minute schlug Franzel erneut zu. Keeper Martin Reichert machte auch diesmal keine glückliche Figur. Jetzt musste Einheit-Übungsleiter Detlef Stache zur nächsten Maßnahme greifen. Er beorderte Ron Maffert ins Mittelfeld, um den Angriffsdruck zu erhöhen. Dies gelang dann auch. Sogar die Manndecker der Lutherstädter schalteten sich jetzt mit in den Angriff ein. Max Wolff war es vorbehalten, für den Anschlusstreffer zu sorgen. Einen Freistoß aus halbrechter Position zirkelte er an den Innenpfosten. Von dort aus sprang der Ball an den Rücken des Keepers und dann ins Tor (78.). Die Jungs um Kapitän Robert Günther waren jetzt so aufgedreht, dass sie sofort nach dem Anstoß den Ball eroberten. Flanke Wolf, Volleyschuss Kai Schumann, 2:2 (79.).

Graf Zeppelin Abtsdorf FC Grün-Weiß Wolfen II 1:1

Die Zeppeline leben noch. Auch wenn der Punkt im Abstiegskampf eigentlich zu wenig ist. Doch Abtsdorf hat nach dem frühen Rückstand durch Marcus Manz (6.) Moral bewiesen. Die Grafen spielten sich viele Chancen heraus. Den umjubelten Ausgleichstreffer erzielte Andreas Tietel vom Strafstoßpunkt (73.).

Reppichau versagt dem Gast den dringend erhofften Punkt

Reppichau (grün) behielt im Derby gegen...
VON THOMAS RINKE, 18.04.10, 18:52h, aktualisiert 18.04.10, 18:58h Reppichau (grün) behielt im Derby gegen ersatzgeschwächte Gäste aus Gölzau knapp die Oberhand. (FOTO: THOMAS RINKE)Bild als E-Card versenden Bild als E-Card versenden REPPICHAU/MZ. Das Spiel zwischen der SG Reppichau und dem SV Gölzau hatte zwar einen Gewinner, aber zwei Trainer, die mit der Sonntagspartie nicht zufrieden waren. "Wir haben in Heimspielen eine Blockade im Kopf, und das hat man auch heute wieder gesehen", so der Kommentar von SG-Trainer Holger Nöthling. Gölzaus Uwe Hoffmann wirkte noch etwas geknickter, als er sagte: "Schade, dass wir für unsere Einsatzbereitschaft nicht belohnt worden sind." Denn gewonnen hat nur eine Mannschaft, und das waren die Reppichauer.

In einem über weite Strecken unspektakulären Spiel setzte sich am Ende zwar das Team mit den größeren Spielanteilen durch. Doch wie schon in den letzten Heimpartien wirkte die SG auf der eigenen Anlage reichlich uninspiriert. "Wir haben wieder zu viel gedribbelt, den freien Nebenmann nicht gesehen und mit hohen Bällen statt mit Kurzpassspiel gearbeitet", ärgerte sich Nöthling über die Spielweise seiner Elf. Bei Gölzau war schon vor dem Spiel klar, dass es keinen Schönheitspreis geben würde. Zu arg ist die Mannschaft vom Verletzungspech gebeutelt.

Gölzau ohne sechs

Aus der Startelf fehlten mit Lieske, Winkler, Strauss, Osoria, Gerstner und Wolter gleich sechs Stammkräfte. Also ging es für die Gäste nur über den Kampf ins Spiel, was bis kurz vor Ende der Partie auch aufzugehen schien. Doch dann wurde Reppichaus Dirk Lange einmal allein gelassen und der Mittelfeldmann schaute auf den Torwart, nahm aus 20 Metern Maß und versenkte das Spielgerät vier Minuten vor dem Abpfiff im Winkel des Gästetores. Es war das 3:2, der Siegtreffer für die SG. Am Spielfeldrand zeugten fast 400 Zuschauer vom Derbycharakter des Spiels. Das gute Wetter tat sein übriges. Doch auf dem Feld entwickelte sich anfangs nicht viel. Gölzau wartete ab, was Reppichau machen würde. Und Reppichau suchte vergeblich nach einer Lücke im dicht gestaffelten Abwehrverband des Gegners. In der ersten halben Stunde kam Nico Deistler lediglich einmal über links in den Strafraum. Seine abgefälschte Flanke klatschte auf den Querbalken (18.). Nach einer halben Stunde der erste gefährliche Freistoß von Ronny Fräßdorf: Der wurde immer länger und flog über die Handschuhspitzen von Gölzaus Torwart Dirk Schuhmann. Dahinter war Oliver Endert derart überrascht, dass er den Ball aus kürzester Entfernung nicht im Tor unterbringen konnte (33.). Zwei Minuten später sollte der nächste Standard das erste Tor bringen. Eine Fräßdorf-Ecke köpfte erst Hagen Hemmerling an die Latte, bevor Markus Großmann mit dem Nachschuss zur Führung traf. Im zweiten Abschnitt wurden die Torchancen auf beiden Seiten zahlreicher. Gölzau, das fast nur nach Standards gefährlich wurde, kam durch Florian List zum Ausgleich (51.). Dessen Freistoß segelte über die Mauer und senkte sich neben dem Pfosten Richtung Tor. SG-Keeper Wunderlich sah nicht gut aus, als ihm der Ball zwischen den Armen ins Netz glitt. Reppichau brauchte nicht lange für die passende Antwort. Patrick Belger erkämpfte sich an der Torauslinie den Ball und schoss ihn mit dem Rücken zum Tor hoch in den Strafraum. Beim Aufsetzer verschätzten sich David Jammrath und Christian Jesse, der zur Halbzeit für den angeschlagenen Schuhmann ins Tor gegangen war. Nutznießer war Nico Deistler, der am langen Pfosten nur noch einschieben brauchte (59.). Doch Gölzau bewies Moral und steckte nicht auf. Erneut war es ein Freistoß, der den Ausgleich brachte. Christian Nier hatte ihn scharf in den Strafraum gebracht, wo Kevin Voigt im zweiten Versuch per Kopf erfolgreich war (76.). "Da war der Punkt in Reichweite", meinte Gölzaus Hoffmann nach dem Spiel. Doch Dirk Lange zerstörte die Hoffnung auf den so wichtigen Zähler im Gölzauer Abstiegskampf.

 

VfB Gräfenhainichen - CFC Germania 3:2

Während Gräfenhainichen nach dem 3:2-Erfolg das zweitbeste Team der Rückrunde bleibt, rutscht der CFC in dieser Kategorie ins Mittelmaß. Auch wenn Trainer Peter Franczak eine Verbesserung im Gegensatz zum letzten Spiel gegen Abtsdorf gesehen hat. "Wir haben lange Zeit gut ausgesehen", so der CFC-Coach, "doch dann kam der Knackpunkt." Gemeint war der Platzverweis von Daniel Trybus, den er sich dafür holte, dass er nach einem Elfmeterpfiff gegen Köthen den Spielball Richtung Schieri warf. Nach Gelb für das erste Foul folgte daraufhin die Ampelkarte.


Quelle:MZ