Spielberichte vom WE

Daniel Richter, 26.04.2010

Spielberichte vom WE

Vorwärts düpiert den Spitzenreiter

 

 

 

Mosigkau gegen Annaburg
erstellt 25.04.10, 20:46h, aktualisiert 25.04.10, 21:11h Alle artistischen Einlagen halfen nichts: Mosigkau verpasste den wichtigen Sieg gegen Annaburg. (FOTO: SEBASTIAN)Bild als E-Card versenden Bild als E-Card versenden DESSAU/MZ/EGA/HUF. Die beiden Dessauer Mannschaften in der Landesklasse, Staffel 5, haben im Abstiegskampf ein großes und ein kleines Lebenszeichen gesetzt. Die ASG Vorwärts düpierte Rot-Weiß Kemberg und besiegte den Spitzenreiter. Der TSV Mosigkau lag gegen Annaburg bis zur 90. Minute in Führung - und musste dann in der Nachspielzeit den bitteren Ausgleich hinnehmen.

Vorwärts - Kemberg 2:1

Der Jubel im Sportzentrum Friederikenplatz war am Samstag gegen 16.30 Uhr riesig, hatte doch die Vorwärts-Elf gerade für eine kleine Sensation gesorgt und keinen Geringeren als Staffelfavorit Kemberg mit 2:1 bezwungen.

"Meine Mannschaft hat heute die beste Leistung überhaupt im bisherigen Verlauf der Saison in der Landesklasse abgeliefert", lobte ein überglücklicher Vorwärts-Trainer Torsten Voigt. "Auch wenn spielerisch nicht alles rund lief. Was die Jungs an Einsatz und Kampfbereitschaft abgeliefert haben, das war einmalig."

Die Vorwärts-Elf hatte von Beginn an die Räume eng gemacht, so dass es für die Kemberger sehr schwer war, zu Chancen zu kommen. In den ersten dreißig Minuten hatte die Vorwärts-Elf sogar mehr vom Spiel, ohne sich aber klare Chancen zu erarbeiten zu können. Der Rückschlag kam prompt: Durch einen Sonntagsschuss aus 30 Metern gingen die Gäste in der 31. Minute mit 1:0 in Führung. Der Ball sprang von der Lattenunterkante unhaltbar ins Dessauer Tor. Die knappe Führung hatte bis zur Pause Bestand.

Nach der Halbzeit kam die Vorwärts-Elf engagiert aus der Kabine und machte dort weiter, wo man in der ersten Halbzeit aufgehört hatte. Nur vier Minuten nach Wiederanpfiff wurde Jeffrey Neumann im Strafraum gefoult. Den fälligen Strafstoß verwandelte Nico Frauendorf sicher zum 1:1-Zwischenstand. Danach spielte sich die Partie ohne nennenswerte Chancen auf beiden Seiten im Mittelfeld ab.

Fast schien alles auf ein Remis hinauszulaufen. Doch in der 75. Minute flankte Nico Frauendorf von der rechten Seite auf Victor Antal. Der leitete den Ball auf Gino Böckelmann weiter, der überlegt zum 2:1 für seine Elf einschoss.

Was danach kam, waren wütende Angriffe der Gäste, die alles versuchten, das Ergebnis zu korrigieren. Doch eine kampfstarke Vorwärts-Abwehr mit einem überragenden Ronny Selonke im Tor hielt den Vorwärts-Erfolg fest.

ASG Vorwärts: Selonke, V. Schmidt, Kiss, Minning (50. Schädel), Mergenthaler, Antal, Strokosch, Prag, Neumann, Frauendorf, Sprung (60. Böckelmann)

Mosigkau - Annaburg 3:3

Am Ende war es ein Punktgewinn, über den sich kein Mosigkauer freuen konnte. In der Nachspielzeit war es Annaburgs Liebig, der noch das 3:3 erzielte und seiner Mannschaft noch ein glückliches Unentschieden bescherte. Mosigkau war die zweite Spielhälfte deutlich überlegen gewesen und hatte sich sogar von einem 1:2-Rückstand nicht beeindrucken lassen.

In der ersten Halbzeit war das Spiel ausgeglichen - und chancenarm. Die einzigen beiden guten Möglichkeiten nutzen die Teams. Nach einem langen Ball von Dämmrich brachte Deich den TSV Mosigkau mit 1:0 in Führung (30.). Doch nur neun Minuten später erzielte Liebig den Ausgleich.

Die zweite Halbzeit begann mit einem Schock. Nach einem Tor von Grabner lag Mosigkau nach 55. Minuten 1:2 zurück. Doch das Team bewies Moral und kämpfte. Deich und Schuran ließen gute Chancen zum Ausgleich noch ungenutzt. Doch in der 62. Minute war Kretschmann zur Stelle und traf nach Vorlage von Augustin zum 2:2. Als Annaburg sechs Minuten später ein Eigentor schoss, schien alles auf einen Mosigkauer Sieg herauszulaufen. Schoene und Meißner hatten sogar noch Chancen, auf 4:2 zu erhöhen. Dass dies nicht gelang, wurde in der Nachspielzeit bestraft. Das 3:3 macht den Klassenerhalt immer schwieriger.

Mosigkau: Kopitzki, Lehmann (Wassermann), Dämmrich, Kreideweiß, Augustin (Denell),Minning, Schuran, Schmilewski, Kretschmann, Schoene, Deich (Meißner)

Frühe Führung reicht nicht aus

erstellt 25.04.10, 18:21h, aktualisiert 25.04.10, 18:28h WOLFEN/MZ/DP. Unter den Augen des Staffelleiters Dietmar Bebber entwickelte sich ein torreiches Landesklasse-Derby mit einer am Ende gerechten Punkteteilung zwischen Grün-Weiß Wolfen und dem VfL Gräfenhainichen. Der Platzherr konnte nach zehn Minuten durch Tore von Jens Kozlowski und Dan Lochmann schnell mit 2:0 in Führung gehen.

Wer nun glaubte, dass die Grün-Weißen bereits auf der Siegerstraße sind, sah sich schon 60 Sekunden später getäuscht. Da sorgte der 22-jährige Daniel Richter auf der anderen Seite für den Anschlusstreffer und in der Folge für ein ausgeglichenes Spiel. Die Wolfener zeigten sich spielerisch und technisch stärker, hatten noch einige hochkarätige Chancen, doch die Gäste spielten keineswegs defensiv und versuchten immer wieder, insbesondere über ihre rechte Seite zum Erfolg zu kommen. Das gelang ihnen dann in der zweiten Halbzeit, als in der 55. Minute wiederum Richter den vorübergehenden Ausgleich per Kopf markierte. Doch Wolfen konnte in der 58. Minute durch Dan Lochmanns Kopfball erneut in Führung gehen.

Zum Matchwinner des Spieles wurde allerdings eben dieser Daniel Richter aus Gräfenhainichen. Dieser stahl einigen Wolfenern an diesem Tage die Show. In der 74. Minute erkämpfte er sich den Ball in Höhe der Mittellinie gleich gegen zwei Grün-Weiße und konnte im Anschluss daran den erneuten Ausgleich erzielen. In den letzten zehn Minuten versuchten es die Wolfener verzweifelt, noch ein weiteres Mal die Führung zu erzielen. Mehr als gute Einschussmöglichkeiten waren aber nicht zu registrieren. "Ein Punktgewinn am Ende, obwohl wir uns mehr ausgerechnet hatten", war Trainer Andreas Bittl nach dem Spiel enttäuscht, "nun müssen wir nächste Woche im wichtigen Spiel gegen Vorwärts Dessau wieder neuen Anlauf nehmen."


Quelle:MZ