Transferkarussell in der LK 5 dreht sich!!
Daniel Richter, 05.07.2010
Fußball-Landesklasse
Neuer Trainer für den Wiederaufbau

In der Landesliga gab es das Derby zwischen Thalheim (blau) und Bitterfeld. Mit Friedersdorf gibt es ein neues Derby. (FOTO: ANDRÉ KEHRER)
BITTERFELD/FRIEDERSDORF/MZ. Viele Spieler konnten am Donnerstagabend in Bitterfeld nicht begrüßt werden. Lediglich vier Akteure des VfL Eintracht trafen sich zum Trainingsauftakt unter der Führung von Marko Zenau. So heißt der neue Chef auf der Bitterfelder Trainerbank, der genau wie Manager Andreas Rasym noch nach Verstärkung sucht. "Wir benötigen natürlich noch einen Co-Trainer", so Rasym, "ich werde es aber auf jeden Fall nicht sein." Doch dürfte die Personalie des zweiten Mannes in der Trainerriege derzeit nur eine untergeordnete sein.
Dirk Adler, Florian Rösel und Marcus Plomitzer konnte der VfL-Manager bereits als Abgänge vermelden - es sind jedoch mehr. Das
dürfte man nur unschwer mit einem Blick auf den Kader des Ligakonkurrenten SV Friedersdorf in der Landesklasse Staffel 5 erkennen. Dort nannte Präsident Matthias Burkhardt Freitag Nachmittag die Neuzugänge. Vier Spieler stoßen zum Kader des Aufsteigers - zwei davon kommen aus Bitterfeld: Patrick Desselberger und Philipp Anton. Mit René Reppert (Grün-Weiß Wolfen) und Marcus Hahn (ESV Petersroda) ist das Team für die neue Saison komplett. "Die Mannschaft ist ohnehin schon jung", so Burkhardt, "mit den vier neuen Spielern wird sie aber noch jünger sein."
Mit Blick auf die derzeitige Entwicklung im Fußball stellt das für den Präsidenten des SV Friedersdorf allerdings kein Problem dar: "Der Fußball wird immer athletischer und schneller. Das ist eine Chance für die Jugend." Auf eine attraktive und schnelle Spielweise sollen sich die Zuschauer in der kommenden Saison freuen können. Eine Vorstellung, die auch Marko Zenau verfolgt: "Ich bin ein Freund des offensiven Fußballs, aber ich bin auch ein Trainer, der ergebnisorientiert spielen lässt."
Und genau da scheint der Ansatz in Bitterfeld zu liegen. Zenau ist zumindest für Andreas Rasym kein Unbekannter - beide kennen sich aus gemeinsamen Zeiten an der Sportschule. Der Kontakt war nie abgerissen und wurde in der Rückrunde wieder intensiviert. Zenau hatte da bereits sein Amt als Trainer des 1. FC Weißenfels niedergelegt - Differenzen mit dem Vorstand machten eine weitere Zusammenarbeit unmöglich. Hatte Rasym seinen ehemaligen Mitspieler bereits genauer unter die Lupe genommen und sich ein paar Spiele unter dessen Regie angeschaut, so lief es in der Rückrunde eher andersherum.
"Nachdem mich Andreas angerufen hatte, ob ich mir ein Engagement in Bitterfeld vorstellen kann, habe ich mir auch ein paar der letzten Spiele angeschaut", so Zenau. Da stand Rasym selber als der Trainer an der Seitenlinie und kämpfte am Ende vergeblich mit der Bitterfelder Eintracht gegen den Abstieg aus der Landesliga. Dort soll es für den VfL mit Marko Zenau auch wieder hingehen - allerdings nicht sofort: "Wir wollen natürlich auch jetzt schon oben mitspielen, der Aufstieg ist aber nicht das primäre Ziel. Das wäre mit der vorhandenen Mannschaft nicht realistisch."
Und das nicht einmal unbedingt aufgrund noch nicht vorhandener Neuzugänge, sondern viel mehr durch den Abgang von Goalgetter Marcus Plomitzer. "Sein Wechsel schmerzt natürlich", so Rasym, "mit ihm verlieren wir eine Integrationsfigur. Er will aber auf Landesliganiveau weiterspielen und diesen Wunsch respektieren wir." Die Wir-Form hört man beim Bitterfelder Manager derzeit sehr häufig und wird sie auch in Zukunft zu hören bekommen.
"Das ist hier keine One-Man-Show von Andreas Rasym in Bitterfeld, sondern die Arbeit von Vorstand und Betreuern", bekräftigt der Manager. Nur gemeinsam könne der Wiederaufbau erfolgreich gestaltet werden und dann könne man in der Zukunft auch wieder Erfolge feiern. Ein Wiederaufbau der am Donnerstag begonnen hat.
Quelle:MZ
