Kemberg holt sich den Pokal
Dietmar Bebber, 25.07.2010
Bevor die Endrunde des KFV-Vorbereitungsturniers 2010 um den „MIDEWA-Cup“ ihre Premiere erlebte, konnten die schon frühzeitig im Gräfenhainicher Sportforum angereisten Zuschauer eine weiteres Jubiläum erleben. So stellte sich die erst kürzlich formierte Damenmannschaft des VfB Gräfenhainichen den kritischen Blicken der Fußballkenner. Erwartungsgemäß musste man im ersten Spiel ordentlich Lehrgeld zahlen, denn die Frauen aus Oranienbaum siegten klar mit 6:0. Soviel Tore gab es dann im ersten Halbfinale zwischen Einheit Wittenberg und dem Landesligisten aus Kemberg aber nicht zu vermelden. Die Wittenberger, welche sich in Pratau erst im letzten Moment qualifizieren konnten, hielten gegen die Rot Weißen überraschend lange gut mit. Doch dann hatte Kembergs Routinier Pavel Sedlacek sträflichst viel Platz im Einheit-Strafraum. Die Konsequenz war die Kemberg Führung (24.), welche postwendend von Nico Geißler erhöht (25.) wurde. Den Schlusspunkt setzte wiederum Sedlacek zum 3:0 Endstand. Im zweiten Halbfinale standen sich der VfB Gräfenhainichen und der SV Eintracht Elster gegenüber. Letztere beendeten mit Toren von Stefan Hinkelmann (15.) und Fabian Schlüter (19.) recht frühzeitig die Gräfenhainicher Vorstellung von einer möglichen Endspielteilnahme. Doch das war für VfB-Coach Thomas Schultz nicht vordergründig, denn im Visier hatte seine Mannschaft bei der vorhandenen Konkurrenz ohnehin den Bronzerang. Der wurde durch den 2:0 Erfolg im kleinen Finale über Einheit, Tore Richter (35.) und Aron Scheffler (39.), schließlich auch erreicht. Schultz sein Fazit zum Turnier insgesamt: „Das sollte ruhig beibehalten werden“ Dem schloß sich auch Detlef Stache, Trainer des Elsteraner Landesligisten, unverhohlen an: „Nur der Termin war nicht unbedingt günstig“. Diese Hinweise wird KFV-Präsident Bernd Geipel noch einmal alle abfragen, wenn er alle Trainer der teilnehmenden Mannschaften in Kürze zu einem Erfahrungsaustausch bezüglich des Turniers einladen wird. Die Problematik Verletzungsrisiko bei dieser Veranstaltung wie von einigen Trainern geäußert, sah Prataus Coach Bodo Schulz indes gar nicht: „Das kann auch in jedem anderen Testspiel passieren“.Er war übrigens trotz des Ausscheidens seiner Elf einen Tag zuvor in Gräfenhainichen und konnte so miterleben, wie sich die Kemberger im Finale gegen den Ligakonkurrenten aus Elster durchsetzten, obwohl diese durch Schlüter (10.) die erste Führung für sich verbuchen konnten. Aber Sedlacek drehte den Spieß innerhalb von vier Minuten um und sicherte sich so mit seinen Turniertreffern fünf (11.) und sechs (14.) zugleich den Titel als bester Torjäger der Veranstaltung. Die restlichen Tore zum 4:2 Endstand steuerten noch der Ex-Gräfenhainicher Stefan Scholz (23.) sowie Matthias Smetak (41.) für Rot Weiß und Michal Salak (44.) für Elster bei. Bei der abschließenden Siegerehrung gab es aber nicht nur den als Wanderpokal vom KFV zur Verfügung gestellten Pokal aus den Händen des KFV-Präsidenten, sondern auch die Siegprämie in Höhe von dreihundert Euro durch den Geschäftsführer des Turniersponsors MIDEWA Uwe Störzner überreicht. In die Elsteraner Mannschaftskasse flossen immerhin noch zweihundert Euro, während sich der VfB über einen Scheck von einhundert Euro freuen durfte. Damit nicht genug, konnte Sedlacek durch die Stimmen der anwesenden Trainer auch noch die Ehrung als bester Spieler des Turniers entgegen nehmen. Aber auch VfB-Präsident Wolfgang Wagner als Ausrichter der Endrunde konnte sich freuen, durfte er doch einem seiner Neuzugänge Rene Wiesegart mit dem Titel Bester Torwart des Turniers auszeichnen.
