Beide Mannschaften vor wichtigen Spielen
Dietmar Bebber, 26.08.2010
Ein Blick auf die aktuelle Tabelle reicht, um die brisante Ausgangssituation für den Gastgeber SV Einheit Wittenberg sowie seinem morgigen Kontrahenten VfB Gräfenhainichen in aller Tragweite zu erfassen. Null Punkte, dafür aber jede Menge Gegentore nach nur zwei Spielen. Trotz all der negativen Voraussetzungen geht Einheit immer noch mit einem leichten Vorteil in die Begegnung. Zum einen konnten sie in der vergangenen Saison beide Vergleiche gegeneinander für sich entscheiden, zum andern könnte sich auch der Heimvorteil vielleicht positiv auswirken. Was für beide Seiten dagegen wenig Sinn machen würde, ist das Taktieren mit der Aufstellung vor dem Spiel. Zu gut kennen sich nicht nur die Trainer Andreas Jaekel und Thomas Schultz, sondern auch die Akteure auf dem Platz sollten die Stärken und Schwächen der anderen bestens verinnerlicht haben. Einzig Rene Fischer dürfte mit breiter Brust an seiner ehemaligen Wirkungsstätte auflaufen, scheint er doch mit seinen drei Saisontreffern bisher alles richtig gemacht zu haben. Dabei profitiert er aber auch zusehends von seinem derzeitigen Sturmpartner Daniel Richter, der allein mit seiner Präsenz oftmals die nötigen Räume schafft. Ein mitwirken von Hannes Wagner ist dagegen noch nicht machbar, da er seine Strafe für den Feldverweis im Spiel gegen Piesteritz absitzen muss. So wird wohl die Mannschaft als Gewinner vom Platz gehen, welche mit der nicht zu verleugnenden Drucksituation am besten fertig wird. Nicht ganz so schlecht ist die Ausgangssituation bei der Gräfenhainicher Reserve. Trotz der unnötigen Niederlage vor einer Woche in Annaburg hat man schon drei Punkte auf der Haben-Seite. Dennoch, einfach wird es in Klöden nicht. Sind doch die mit Heimrecht auflaufenden Kicker eins der drei bisher unbesiegten Teams der Kreisliga. Beeindruckend ist zudem auch ihr Torhunger. Zwölf Tore bei vier Gegentreffern lautet die Bilanz nach zwei Spieltagen. Schon in der abgelaufenen Saison zählte man mit einem Torverhältnis von 79:45 zu den erfolgreicheren Teams. Da dürfte es nicht gerade von Vorteil sein, wenn unsere Mannschaft wieder so viele Chancen ungenutzt lässt wie zuletzt in Annaburg.
