Spielbericht von Sa aus Friedersdorfer Sicht

Daniel Richter, 07.09.2010

Spielbericht von Sa aus Friedersdorfer Sicht

Frühzeitig bot sich in der Begegnung des VfB Gräfenhainichen gegen den SV Friedersdorf den Zuschauern ein Bild welches eigentlich über die gesamte Spieldauer Bestand haben sollte. Friedersdorf startete mit einer offensiven Ausrichtung und war darum bemüht, die Partie mit spielerischen Mitteln zu gestalten. Befand sich der Ball in den Friedersdorfer Reihen, zog sich Gräfenhainichen komplett in die eigene Hälfte zurück und lauerte auf Kontergelegenheiten für seine schnellen Stürmer. Somit hatte der SVF zwar enorm viel Ballbesitz, musste aber erst einmal den Abwehrriegel der sich vor ihm aufbaute auseinanderreißen. Trainer Senad Tahirovic sah von seiner Mannschaft „zwanzig Minuten sehr guten Fußball, in denen wir das Spiel kontrolliert haben“. Vereinzelt kam man dann auch zu Torchancen. Max Hübner scheiterte aus spitzem Winkel an Schlussmann René Wiesegart (15.) und Martin Ungefroren stand bei seinem Treffer im Abseits (20.). Die großen Spielanteile nutzten dagegen in der 25. Minute nichts. Gräfenhainichens Torjäger Daniel Richter entwischte der Verteidigung und erzielte mit der ersten Offensivaktion das 1:0. Dies sorgte für reichlich Ernüchterung auf Friedersdorfer Seite und unterbrach den eigenen Spielfluss. Gräfenhainichen gestaltete das Match ausgeglichener und wäre nach einer halben Stunde fast ein weiteres Mal zum Erfolg gekommen, die Latte verhinderte Schlimmeres aus Sicht des SVF. Liefen die Angriffe auf das Defensivbollwerk des Gastgebers zuvor häufig über die Außenpositionen, so versuchte es der Aufsteiger nun zu oft mit der Brechstange durch das Zentrum. Der Torwart war lediglich bei einem Distanzschuss von Ronny Telle (42.) gefordert. Auch Gräfenhainichen besaß vor der Pause noch eine gute Tormöglichkeit (43.).

Die Szenerie blieb zur zweiten Halbzeit die gleiche und in der 54. Minute schaffte es Friedersdorf endlich einen Spielzug zum Abschluss zu bringen. Maximilian Hübner ließ sich diese Chance nicht entgehen und traf zum Ausgleich. Insgesamt tat sich Friedersdorf schwer, seine Angreifer in Szene zu setzen. Oftmals waren sofort zwei Verteidiger zur Stelle um die Situation zu bereinigen. Philipp Anton zeigte im Sturmzentrum viel Einsatz, musste sich aber immer wieder ins Mittelfeld zurückfallen lassen um sich von seinem Gegenspieler zu lösen und Anspiele zu erhalten. Ein Treffer für den VfB fand ebenfalls aufgrund einer Abseitsstellung keine Anerkennung. In der 73. Minute versuchte sich Patrick Thiel aus der Distanz, der Keeper kratzte den Schuss aus dem Winkel. Stattdessen resultierte aus einem Ballverlust an der Torauslinie und dem anschließenden Foul ein Strafstoß für Gräfenhainichen (74.). Jens Störer trat zum Elfmeter an und verfehlte das Tor. Den psychologischen Vorteil aus dieser Aktion machte sich Friedersdorf zu Nutzen und drängte in den letzten zehn Minuten weiter auf die Entscheidung. Diese Möglichkeit eröffnete sich dann für Dalibor Janjic, der mit einem strammen Schuss sein Team in Führung brachte (81.). Die folgenden Vorstöße Gräfenhainichens waren zu zerfahren oder wurden von der aufmerksamen Innenverteidigung um Norman Walla und René Reppert abgefangen. In der 87. Minute verpassten Max Hübner und Philipp Anton einen weiteren Treffer. Dieser fiel dann in der Nachspielzeit. Philipp Anton wurde im Strafraum von den Beinen geholt und Dalibor Janjic entschied das Spiel vom Elfmeterpunkt endgültig zugunsten des SVF.


Quelle:Homepage Friedersdorf