DSV mit neuem Trainer und Hoffnung auf Klassenerhalt

Daniel Richter, 14.01.2011

DSV mit neuem Trainer und Hoffnung auf Klassenerhalt

Fußball

Aufsteiger will noch einmal durchstarten

 

 

Kreibich
VON FRANK HARNACK
Kreibich (FOTO: MZ)
ZIEBIGK/MZ. Die Ausgangslage ist alles andere als rosig. Nur neun Punkte aus 13 Spielen haben die Kicker des Landesklasse-Aufsteigers Dessauer SV 97 in der Hinrunde geholt. 40 Gegentreffer sind zudem der zweithöchste Wert des 16er Feldes. In dieser Situation übernimmt Jens Kreibich, bisher der sportliche Leiter, das Amt des Trainers der ersten Mannschaft. Diese wurde Dienstagabend von Manager Holger Amelang über den zu erwartenden Schritt informiert.

Damit endet die Übergangsphase, in der sich der DSV 97 seit der Trennung von Coach Rüdiger Hein am 7. Oktober 2010 befunden hat. Unter Hein, vor Saisonbeginn erst geholt, war die Mannschaft in mehrere Lager zerfallen. An der moderner ausgerichteten Strategie des Trainers schieden sich die Geister. Der Vorstand sah sich genötigt einzugreifen. Seitdem hatten Assistenztrainer Frank Lehmann und Gerhard Zabel, eigentlich Trainer des DSV II, als Interimslösung das Landesklasse-Team betreut. In dieser Zeit holte das Team nur noch drei Punkte und schlitterte in die Abstiegszone. Dort soll es unter Kreibich wieder herausfinden. "Seine erfolgreiche Arbeit im Nachwuchsbereich des DSV mit der A- und B-Jugend spricht für ihn", betont Amelang. Lehmann arbeitet künftig wieder als Co-Trainer von Kreibich, Zabel kehrt zur zweiten Mannschaft zurück, die er schon seit über zehn Jahren betreut.

Der 44-jährige Kreibich, seit 34 Jahren Vereinsmitglied und von 2004 bis 2005 schon einmal Trainer der DSV-Ersten, hat mit den Talenten des Vereins jahrelang auf Landesebene gespielt. Er hat auch bereits konkrete Vorstellungen, wie die 97er aus dem Tabellenkeller wieder herausfinden können. "Das gesamte Abwehrverhalten der Mannschaft muss besser werden. Und das fängt beim Sturm an", erklärt er. Der hauptberuflich als Berufsschullehrer arbeitende Kreibich sieht zudem im Training einige Ansätze für Veränderungen. "Wir werden erst einmal eine anständige konditionelle Grundlage legen. Die gehört nun einmal dazu. Es bringt nichts, viel am Ball zu können, wenn man diesem nur hinterher läuft", kündigt er an. Da zum DSV-Kader viele Studenten und Schichtarbeiter gehören, ist die Trainingsbeteiligung nicht gerade zufrieden stellend. Deshalb sollen zusätzliche Trainingseinheiten angeboten werden, auch um die individuelle Fehlerquote weiter zu senken. "Die Verunsicherung in der Mannschaft und die daraus resultierenden Fehler haben uns mindestens sechs Punkte gekostet", schätzt Kreibich.

Manager Amelang hofft zudem auf einen mentalen Effekt durch den neuen Trainer. "Wir haben uns gegen Ende der Hinrunde oft schlecht verkauft. Die Mannschaft muss begreifen, dass es nur als Team geht. Deshalb sollte der eine oder andere seine Einstellung zum sportlichen Erfolg überdenken und ändern. Wir wollen jetzt noch einmal durchstarten", fordert er. Auf die Nichtabstiegszone fehlen nur zwei Punkte.

Kreibich muss in der Rückrunde allerdings mit einem kleineren Kader von 20 Spielern auskommen. Stürmer Sebastian Lehnert wechselt mit sofortiger Wirkung zum Kreisoberligisten SV Mildensee, Hannes Schmiech zieht es studienbedingt nach Göttingen. Sein Debüt gibt der neue Trainer am Freitag beim DSV-Hallenturnier um den Thyrolf & Uhle-Cup.


Quelle:MZ