Danke, Steve! – Ein Kapitel endet, die Verbundenheit bleibt!

Martin Otto, 18.07.2026

Danke, Steve! – Ein Kapitel endet, die Verbundenheit bleibt!

Manchmal gibt es Entscheidungen, die schwerer fallen als jede Niederlage.

Mit großem Bedauern müssen wir bekanntgeben, dass unser sportlicher Leiter Steve Schaller seine Tätigkeit beim VfB aus persönlichen Gründen niederlegt. Beruf und vor allem die Familie verlangen künftig so viel Zeit, dass Steve die Aufgabe nicht mehr mit dem Pensum und dem Einsatz ausüben kann, die ihn in den vergangenen Jahren ausgezeichnet haben. 

Wer Steve kennt, weiß: Für ihn gab es nie halbe Sachen. Der VfB war für ihn weit mehr als ein Ehrenamt – er war Herzensangelegenheit, Leidenschaft und ein Stück Familie.

Zu seinem Abschied hat Steve selbst ein paar persönliche Worte an die blau-gelbe Familie gerichtet:

 

Liebe blau-gelbe Familie,

ich hätte nie gedacht, dass ich diese Zeilen einmal schreiben muss. Wer mich kennt, weiß, dass mir dieser Verein nie einfach nur ein Hobby war. Der VfB Gräfenhainichen war für mich Leidenschaft, Familie und ein großer Teil meines Lebens. Umso schwerer fällt es mir, jetzt Abschied zu nehmen. Die Entscheidung habe ich mir nicht leicht gemacht. Aber manchmal schreibt das Leben seine eigenen Geschichten. Familie und Beruf brauchen mich im Moment mehr, und ich habe für mich gemerkt, dass ich dem Verein nicht mehr die Zeit und Energie geben kann, die er verdient. Und wer mich kennt, weiß auch: Wenn ich etwas mache, dann zu 100 Prozent. Alles andere bin ich nicht. 

Wenn ich heute zurückblicke, bin ich einfach nur dankbar. Dankbar für sechs unglaubliche Jahre. Von der Kreisoberliga bis an die Spitze der Landesliga. Drei Aufstiege, zwei Pokalsiege und so viele Momente, dass man sie gar nicht alle aufzählen kann. Spiele, bei denen wir bis zur letzten Sekunde gezittert haben. Siege, die wir nie vergessen werden. Bittere Niederlagen, die uns stärker gemacht haben. Schwere Verletzungen, die wehgetan haben, nicht nur den Spielern, sondern uns allen. Emotionen, Tränen, Gänsehaut und unzählige Geschichten, die für immer bleiben.

Der wohl schönste Moment meiner Zeit war der Eintrag ins Goldene Buch der Stadt. Nicht wegen einer Auszeichnung, sondern weil dort nicht ich geehrt wurde – sondern wir. Jeder Einzelne, der mitgeholfen hat, diesen Weg zu gehen. Dieser Moment wird für immer einen ganz besonderen Platz in meinem Herzen haben.

Was den VfB für mich ausmacht, sind nicht Titel oder Tabellen. Es sind die Menschen. Unsere Fans, die uns bei Wind und Wetter begleitet haben. Die Frauen an der Kasse. Das Büttchenteam. Die Menschen an der Anzeigetafel. Unsere Betreuer, Trainer, der Vorstand, die zweite Mannschaft, die Alten Herren, der Nachwuchs, unsere Sponsoren und alle Helfer im Hintergrund. Jeder Einzelne hat seinen Anteil daran, dass der VfB heute das ist, was er ist.

Ein besonderer Dank geht an Martin und Stocki.

Jungs, ihr hattet es mit mir wirklich nicht immer leicht. Ich hatte ständig neue Ideen, wollte immer mehr und habe euch wahrscheinlich manchmal den letzten Nerv geraubt. Trotzdem habt ihr mich immer machen lassen und fast alles möglich gemacht. Ohne euch wären viele Dinge nie entstanden. Dafür danke ich euch von Herzen.

Danke auch an die Trainer Richard Selka, René Mikolaizek, Mario Fricke und Ralf Jenichen. Danke für euren Einsatz und euren Glauben an diesen Verein.

Und danke an alle Spieler, die sich irgendwann für den VfB entschieden haben. Ich glaube, über die Gespräche, Telefonate und Treffen, mit denen ich versucht habe, den einen oder anderen von Blau-Gelb zu überzeugen, könnte ich inzwischen ein ganzes Buch schreiben. Aber ich habe das nie gemacht, weil ich musste. Ich habe es gemacht, weil ich diesen Verein geliebt habe und wollte, dass andere das genauso erleben dürfen.

Wir hatten nie den einen großen Geldgeber. Wir hatten viele kleine Sponsoren, unglaublich viele Ehrenamtliche und vor allem Menschen mit Herz. Menschen, die ihre Freizeit geopfert haben, damit dieser Verein wachsen kann. Darauf können wir alle stolz sein.

Ich wünsche mir von Herzen, dass ihr diesen Weg weitergeht. Bleibt mutig, bleibt bodenständig und verliert nie das aus den Augen, was den VfB ausmacht: Zusammenhalt, Leidenschaft und Familie.

Ich gehe jetzt einen Schritt zurück. Aber ich gehe nicht weg. Ich werde weiterhin auf der Tribüne stehen, mitfiebern, leiden, jubeln und stolz sein, wenn ich sehe, wie sich dieser Verein weiterentwickelt. Denn egal, welche Aufgabe ich habe oder wo mich das Leben hinführt – ein Teil meines Herzens wird immer blau-gelb bleiben.

Danke für alles. Für jede Umarmung. Für jedes Gespräch. Für jede Busfahrt. Für jedes Spiel. Für jede gemeinsame Feier. Für jede Erinnerung. Ich werde euch vermissen.

Einmal Blau-Gelb. Immer Blau-Gelb.

Euer Steve Schaller

 

Lieber Steve,

es fällt schwer, die passenden Worte zu finden. Was du in den vergangenen Jahren für den VfB geleistet hast, lässt sich kaum in Worte fassen. Du warst Ideengeber, Antreiber, Organisator, Ansprechpartner und vor allem jemand, der diesen Verein mit unermüdlicher Leidenschaft vorangebracht hat. Du hast die Geschichte unseres Vereins entscheidend mitgeschrieben. Der VfB würde heute nicht dort stehen, wo er steht, wenn du nicht immer wieder angetrieben und neue Wege aufgezeigt hättest. Viele Entwicklungen der vergangenen Jahre tragen deine Handschrift. Für all das können wir dir gar nicht genug danken.

Auch wenn du deine Aufgabe niederlegst, bleibst du ein Teil der blau-gelben Familie. Wir freuen uns schon heute darauf, dich weiterhin auf der Tribüne zu sehen – als Fan, Unterstützer und Freund unseres Vereins.

Danke für alles, Steve. Wir wünschen dir und deiner Familie von Herzen alles Gute und freuen uns auf ein Wiedersehen im Sportforum.

 

Einmal Blau-Gelb. Immer Blau-Gelb.