„Wissbegierig, hungrig und intakt“ – Richard Selka zieht Bilanz der Vorbereitung
Martin Otto, 04.08.2026
Die Vorbereitung auf die neue Saison ist abgeschlossen, der Fokus richtet sich nun auf den ersten Spieltag und die anstehenden Pflichtspiele. Zum Ende der Vorbereitungsphase haben wir mit unserem Trainer Richard Selka über die vergangenen Wochen gesprochen. Dabei ging es um die Entwicklung der Mannschaft, die Erkenntnisse aus den Testspielen, die Bedeutung einer guten Vorbereitung und die Frage, wie gut das Team für den Saisonstart gerüstet ist.
Richard, gab es einen Moment in der Vorbereitung, bei dem du dachtest: „Das sieht richtig gut aus“?
Tatsächlich gab es davon einige. Man darf dabei aber nicht vergessen, dass die Sommerpause dieses Jahr extrem kurz beziehungsweise kaum vorhanden war. Das hat man zu Beginn der Vorbereitung schon gemerkt – körperlich, aber auch im Kopf. Umso erfreulicher war es zu sehen, wie sich das von Spiel zu Spiel gelegt hat.
In den Testspielen haben wir über weite Strecken sehr reife Leistungen gezeigt und genau das auf den Platz gebracht, was wir uns vorgenommen hatten. Diese Entwicklung hat mir das Gefühl gegeben, dass wir auf einem guten Weg sind.
Wie fällt dein Fazit zur gesamten Vorbereitung aus?
Mein Fazit fällt insgesamt positiv aus, auch wenn die Vorbereitung aus meiner Sicht einfach zu kurz war. Das kann sich im Saisonverlauf durchaus bemerkbar machen. Ähnlich wie schon nach der kurzen Wintervorbereitung werden wir wahrscheinlich etwas Anlaufzeit brauchen, um unser volles Leistungsniveau zu erreichen.
Trotzdem hat die Mannschaft sehr gut und gewissenhaft gearbeitet. Die Ergebnisse und vor allem die Erkenntnisse aus den Testspielen waren ausgewogen und haben uns gezeigt, wo wir bereits einen Schritt nach vorne gemacht haben und woran wir noch arbeiten müssen.
Wenn ich mir etwas hätte wünschen dürfen, dann wären es noch zwei zusätzliche Wochen gewesen. Aber diese Situation betrifft nahezu alle Mannschaften. Deshalb gilt es jetzt, das Beste daraus zu machen und die Entwicklung in den ersten Pflichtspielen konsequent fortzusetzen.
Wie gut ist die Mannschaft aus deiner Sicht für den ersten Spieltag gerüstet?
Anhand der Möglichkeiten, die wir in den vergangenen Wochen hatten, sind wir sehr gut gerüstet. Die Mannschaft hat konzentriert gearbeitet und die Vorbereitung bestmöglich genutzt.
Natürlich gibt es nach einer so kurzen Vorbereitungszeit immer noch Stellschrauben, an denen wir arbeiten können. Aber das gilt nicht nur für uns. Jetzt freuen wir uns darauf, dass es endlich um Punkte geht, und wollen zeigen, was wir uns erarbeitet haben.
Kann man aus einer guten oder schlechten Vorbereitung überhaupt Rückschlüsse auf die Saison ziehen?
Absolut. Die Vorbereitung ist die Basis für den Saisonstart – und der Saisonstart hat aus meiner Sicht einen großen Einfluss auf den weiteren Verlauf der Hinrunde und oft auch auf die gesamte Saison. Positive Ergebnisse in der Vorbereitung sind deshalb wichtig, weil sie der Mannschaft Selbstvertrauen geben und die tägliche Arbeit bestätigen.
Natürlich entscheidet kein Testspiel über den späteren Tabellenplatz. Aber wenn man sich in der Vorbereitung gute Gewohnheiten erarbeitet, als Mannschaft zusammenwächst und Erfolgserlebnisse sammelt, erhöht das die Wahrscheinlichkeit, auch in den ersten Pflichtspielen erfolgreich zu sein. Genau deshalb messen wir der Vorbereitung einen hohen Stellenwert bei.
Wie würdest du die Mannschaft in drei Worten beschreiben?
Wissbegierig, hungrig und intakt.
Die Jungs wollen sich weiterentwickeln, sind bereit, Neues anzunehmen und arbeiten hart dafür. Gleichzeitig spürt man, dass die Mannschaft Erfolg haben möchte und bereit ist, dafür den nötigen Aufwand zu betreiben.
Und mit intakt meine ich vor allem den Zusammenhalt – die Mannschaft funktioniert als Einheit und zieht in die gleiche Richtung.
