Auszeichnung für langjähriges Ehrenamt: Ines Schmidt
Marc Körsten, 19.10.2026
Auszeichnung für langjähriges Ehrenamt Ines Schmidt formt seit Jahrzehnten junge Talente
Der Fußball spielt schon lange eine sehr große Rolle in ihrem Leben und das nicht, weil sie etwa selbst dem runden Leder nachjagt. Die Rede ist von Ines Schmidt, ihres Zeichens langjährige Trainerin im Nachwuchsdes VfB Gräfenhainichen. Die erste Berührung mit dem Fußballsport hat sie damals in ihrer Lehre gehabt. Da spielte sie von 1985 bis 1986 in der Frauenmannschaft der damaligen BSG Chemie Wolfen. Aber auch im Handball probierte sich die junge Ines Schmidt aus, bevor bei ihr das Interesse dann doch etwas mehr in den Hintergrund trat. Dies änderte sofort wieder, als sie ihren Ehemann kennenlernte. Schließlich spielte der zu diesem Zeitpunkt selbst aktiv für Sandersdorf. Als sich dann Sohnemann Marcel einen Fußball wünschte, bestimmte plötzlich der Fußball wieder mehr und mehr den Rhythmus in der Familie. Das führte dazu, dass Ines und ihr Mann Peter 2001 gemeinsam anfingen eine Nachwuchsmannschaft beim damaligen VfL Gräfenhainichen zu trainieren und der Fußballplatz immer mehr das zweite zu Hause der Familie Schmidt wurde. Als Sohn Marcel im Jahr 2008 jedoch zum FC Magdeburg wechselte, verließ Ehemann Peter das Trainerduo Schmidt und Ines vermittelt seitdem allein das Fußball-ABC an junge Spielerinnen und Spieler des Gräfenhainicher Fußballvereins. Im Laufe ihrer nun schon 25 Jahre andauernden Trainerlaufbahn sammelte sie so manchen Kreismeistertitel, wurde Pokalsiegerin und erlebte mit ihren Teams auch Aufstiege in die Landesliga. Natürlich gehörten zum Trainerleben auch zahlreiche sportliche Niederlagen. Um das Training der von ihr trainierten Mannschaften immer wieder zu verbessern holt, sie sich aber auch schon mal Tipps bei Richard Selka, dem Trainer der ersten Männermannschaft des VfB Gräfenhainichens. Am wichtigsten motoviert sie aber neben den sportlichen Erfolgen etwas anderes: „Es macht einfach Spaß, die ständige Entwicklung der Kinder zu sehen“. So macht es dann doppelt so viel Spaß, den Werdegang von ehemaligen Spielern wie Paula Schöley und Melia Schmidt zu verfolgen. Beide spielen bei RB Leipzig. Anders ist es bei Maria Schöley, denn die spielt in der Frauenmannschaft des Halleschen FC und ist sogar Co-Kapitän. Das alles war Grund genug, Ines Schmidt zum Sommerfest des Fußballverbandes Sachsen-Anhalt unter dem Motto „Unser Fußball. Unsere Zukunft. Unser Zuhause“ in den Magdeburger Yachthafeneinzuladen. Auch waren zahlreiche Gäste aus Sport, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft eingeladen. Unter den Ehrengästen befanden sich neben Hermann Winkler (Präsident des NOFV), Klaus Zimmermann (Staatssekretär für Inneres und Sport) auch Dr. Alexander Vogt (Oberbürgermeister Halle) und Simone Borris (Oberbürgermeisterin Magdeburg).Neben den Podiumsgesprächen und der Wahl des „Tors des Jahres“ der Frauen-Spielzeit war ein wichtiger Höhepunkt des Abends die Ehrung herausragenden ehrenamtlichen Engagements. Im Rahmen dieser Auszeichnungen wurde auch Ines Schmidt für ihr langjähriges Wirken auf und neben dem Fußballplatz geehrt.
Quelle:Hähnicher Bote, Dietmar Bebber
