Wir gewinnen das Derby beim SV Rot-Weiß Kemberg mit 2:0 und fahren damit erstmals seit fast zehn Jahren wieder einen Auswärtssieg in Kemberg ein. Vor 330 Zuschauern zeigten unsere Elf zwar keinen spektakulären Fußball, dafür aber eine äußerst reife, stabile und effektive Leistung gegen insgesamt harmlose Gastgeber.
Kontrolle von Beginn an
Wir starteten gut in die Partie und waren von Beginn an um Spielkontrolle bemüht. Mit viel Ballbesitz ließ das Team den Ball gegen kompakt stehende Kemberger laufen, ohne zunächst die ganz großen Chancen zu kreieren.
Die beste Gelegenheit in dieser Phase hatte Moritz Hennig. Nach einem Ballgewinn lief er halbrechts frei auf das Tor zu und visierte die kurze Ecke an, doch Kembergs Schlussmann Quentin Kappler reagierte stark und verhinderte unsere Führung.
Defensiv ließ unsere Elf nur wenig zu. Die gefährlichste Aktion der Gastgeber entschärfte Blackstein souverän bei einem Fernschuss.
Nach rund 30 Minuten gingen wir schließlich verdient in Führung. Ausgangspunkt war ein Einwurf von Johan Michalzyck auf Eric Krogmann. Dieser steckte den Ball direkt wieder tief auf den gestarteten Michalzyck durch, der von der Außenbahn eine präzise Flanke in den Strafraum brachte. Dort stand Marvin Römling goldrichtig und köpfte den Ball mustergültig zur 1:0-Führung ein.
In der Folge hätte es durchaus noch zwei Strafstöße geben können – jeweils einen für beide Mannschaften. Doch Schiedsrichter Jannis Körner entschied in beiden Situationen auf Weiterspielen.
Nach dem Seitenwechsel kam unser Mannschaft zunächst mit viel Energie aus der Kabine, doch im weiteren Verlauf verflachte die Partie etwas. Kemberg hatte nun seine beste Phase, konnte daraus jedoch kaum echte Gefahr entwickeln.
Die größte Möglichkeit der Gastgeber hatte erneut Lukas Kuhne, der nach einem Durchbruch am Tor vorbeizielte. Ab etwa der 70. Minute übernahmen wir wieder zunehmend die Kontrolle über das Spiel und ließen Ball und Gegner laufen.
In der 75. Minute nutzten wir schließlich einen Fehler der Gastgeber eiskalt aus. Til Krüger setzte sich stark durch und legte den Ball quer auf Tim Hopfe, der im direkten Duell mit dem Torhüter die Ruhe behielt und zum vielumjubelten 2:0 einschob.
In der Schlussphase verteidigten wir die Führung souverän und brachten den Derby-Sieg ohne größere Probleme über die Zeit.
Fazit
Kein spektakuläres Spiel, aber ein extrem reifer und abgeklärter Auftritt von unserer Mannschaft. Mit einer stabilen Defensive, viel Spielkontrolle und effizienter Chancenverwertung sicherten wir uns verdient den Derbysieg und konnten damit auch das zweite Derby der Saison für uns entscheiden.
Ein großer Dank gilt zudem unseren zahlreichen mitgereisten Fans, die uns auch in Kemberg lautstark unterstützt haben.
Fotos vom Spiel
04.03.2026, Martin Otto
Derbyzeit in Kemberg - VfB will zurück in die Erfolgsspur!
Derbyzeit in Kemberg – VfB will zurück in die Erfolgsspur
Am kommenden Sonntag steht für unsere Erste eines der emotionalsten Spiele der Saison an, denn wir gastieren beim SV Rot-Weiß Kemberg zum Derby. Geleitet wird die Partie von Jannis Körner, unterstützt von den Assistenten Felix Boin und Steffen Grafe.
Beide Teams mit Fehlstart ins neue Jahr
Sowohl unsere Elf als auch die Gastgeber aus Kemberg sind mit Niederlagen in das Fußballjahr 2026 gestartet. Während die Mannschaft von Trainer Richard Selka im Heimspiel gegen Köthen eine bittere 0:1-Niederlage hinnehmen musste, traf es die Rot-Weißen sogar deutlich härter: Gegen Arnstedt und Reppichau setzte es jeweils 1:5-Niederlagen.
Damit ist die Ausgangslage klar: Für beide Teams ist das Derby ein elementar wichtiges Spiel für den weiteren Saisonverlauf.
Dramatisches Hinspiel
Das Hinspiel dürfte vielen noch bestens in Erinnerung sein. In einer spektakulären Partie setzte sich der VfB dramatisch mit 4:3 in der Nachspielzeit durch. Dieser Sieg erwies sich damals als wichtiger Wendepunkt, nach dem sich die Blau-Gelben in Richtung Tabellenmittelfeld stabilisieren konnten.
Ein Blick in die Statistik zeigt jedoch, dass Auswärtsspiele in Kemberg traditionell schwierig sind. Unser letzter Sieg in Kemberg liegt fast zehn Jahre zurück – damals gewannen wir in der Landesklasse mit 5:2.
Historisch gesehen spricht der direkte Vergleich zwar knapp für uns, in den letzten Jahren waren jedoch häufig die Rot-Weißen erfolgreicher. In dieser Saison scheint sich das Kräfteverhältnis jedoch etwas zu verschieben, denn aktuell steht unsere Elf in der Tabelle vor den Gastgebern.
SV Rot-Weiß Kemberg – schwierige Saison, aber gefährlich
Nach einem größeren Umbruch startete Kemberg schwer in die Saison und orientierte sich früh in Richtung Abstiegskampf. In der Folge wurde auch ein Trainerwechsel vorgenommen: Für Daniel Kretschmann übernahm mit Patrick Köhler eine interne Lösung.
Nach anfänglichen Schwierigkeiten zeigte der Effekt Wirkung. Die Rot-Weißen starteten eine Serie von vier Siegen in Folge und arbeiteten sich aus der Abstiegszone heraus. Zuletzt geriet die Mannschaft jedoch wieder ins Straucheln: Drei Niederlagen in Folge mit insgesamt 13 Gegentoren sprechen eine deutliche Sprache.
Auch im Winter gab es Veränderungen im Kader. Die beiden jungen Spieler Marvin Kiunke und Bastian Rohde verließen den Verein, während mit Jaclav Janek ein erfahrener Verteidiger vom Ligakonkurrenten Arnstedt verpflichtet wurde. Zudem verließ Co-Trainer Justin Neumann das Trainerteam in Richtung Trebitz.
Für das Derby werden den Kembergern zudem mehrere Spieler aufgrund von Sperren fehlen, dennoch dürfte klar sein: Im Kampf um den Klassenerhalt zählt für Rot-Weiß jeder Punkt. Ein Derby bringt zudem oft eine ganz eigene Dynamik mit sich.
VfB Gräfenhainichen – Fokus auf Wiedergutmachung
Trotz der Niederlage gegen Köthen war die Stimmung in der Trainingswoche positiv. Trainer Richard Selka zeigte sich mit der Leistung gegen die Bachstädter grundsätzlich zufrieden. Die Woche wurde genutzt, um gezielt an den Schwächen aus dem vergangenen Spiel zu arbeiten.
Allerdings musste die Mannschaft auch einen personellen Rückschlag hinnehmen. Johannes Kühne hatte im Spiel gegen Köthen größere Probleme mit dem Knie. Eine genaue Diagnose steht noch aus, der erste Eindruck ist jedoch nicht sehr positiv.
Klarheit gibt es mittlerweile bei Ramon Rodriguez: Für ihn ist die Saison verletzungsbedingt beendet. Auch Norman Henschel wird weiterhin fehlen. Dafür kehrt Jannik Noack wieder in den Kader zurück, sodass das Trainerteam ansonsten aus dem Vollen schöpfen kann.
Die Zielsetzung für Sonntag ist eindeutig: Derbysieg, um einen Fehlstart in das Jahr 2026 zu vermeiden und den Anschluss an die oberen Tabellenplätze nicht zu verlieren.
VfB-Fans erneut stark gefragt
Schon beim Heimspiel gegen Köthen sorgten über 200 Zuschauer für eine starke Kulisse im Sportforum – dafür ein großes Dankeschön an alle Unterstützer der Blau-Gelben.
Für das Derby in Kemberg braucht die Mannschaft erneut die volle Unterstützung. Gerade in solchen Spielen kann die Energie von außen den entscheidenden Unterschied machen.
Kommt nach Kemberg, unterstützt unsere Mannschaft lautstark und sorgt dafür, dass auch auswärts Blau-Gelb zu hören ist!
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